Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Erdbeben schreckt Sarganserland aus dem Schlaf
Am Sonntagmorgen kurz vor 4.30 Uhr hat ein Erdbeben der Stärke 4.0 auf der Richterskala viele Menschen in der Region aus dem Schlaf geschreckt. Das Epizentrum lag bei Sargans.
Der Erdbebendienst der ETH Zürich spricht davon, dass sich das Beben exakt um 4:24:02 ereignet habe und wohl in der ganzen Schweiz zu spüren gewesen sei. Mit einer Stärke von etwa 4.0 auf der Richterskala seien kleinere Schäden in der Nähe des Epizentrums möglich, welches die ETH mit ungefähr sechs Kilometer östlich von Walenstadt angibt.
Bereits am 10. April kam es an praktisch gleicher Stelle zu einem Erdbeben mit Magnitude 2.9. Das Erdbeben ereignete sich nahe an der Oberfläche. Automatische Daten des Erdbebendienstes der ETH verorten sie in einer Tiefe zwischen null und einem Kilometer. Solch oberflächennahe Erdbeben sind im globalen Vergleich sehr ungewöhnlich, in den Alpen allerdings sehr häufig, da hier neben rein tektonischen Kräften oft auch Prozesse im Bereich der Berge Einfluss auf die Erdbebenaktivität haben. Eine geringe Tiefe führt dazu, dass das Beben in unmittelbarer Nähe des Epizentrums vergleichsweise stark wahrnehmbar ist. Das schreibt die Plattform Erdbebennews.de.
Jedenfalls war das Beben vom Sonntag früh im Sarganserland, Werdenberg, Liechtenstein und darüber hinaus recht stark spürbar und riss viele Menschen unangenehm aus dem Schlaf. Auf Social Media machen Personen auf ungewöhnliches Verhalten von Haustieren vor dem Beben aufmerksam. Es gab mehrere Meldungen von klirrenden Gläsern und Geschirr in den Schränken. Schäden an Gebäuden dürften wohl die Ausnahme sein. Innerhalb von rund einer Stunde nach dem Beben gingen beim Erdbebendienst bereits 423 Verspürtmeldungen ein, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtet. (hb)

















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