Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Erneut ein Zwischenfall mit Betonplatten auf der Autobahn
Die Serie von «Blow-ups» auf den Autobahnen im Sarganserland und Werdenberg reisst nicht ab. Am Freitagabend hat die Hitze die A3 bei Quarten aufreissen lassen. Zum Glück ohne Personen- und Sachschaden.
Mit der Walenseeautobahn von Murg bis Walenstadt und rheintalabwärts von Trübbach bis etwa Oberriet sind das Sarganserland und Werdenberg zurzeit die Hotspots, was sogenannte «Blow-ups» anbelangt – hitzebedingte Aufstülpungen der Betonplatten, die sich ausdehnen. In Fall vom Pfingstmontag kam es zwischen Sennwald und Haag zu einem explosionsartigen Aufriss der Autobahn A13 und in der Folge zu zwei Totalschäden, weil Autos in die «Schanze» hineinfuhren.
Einspurig bis Sonntagmittag
Am Freitagabend ereignete sich nun erstmals auf der Walenseeautobahn A3 ein solcher Zwischenfall. Mehrere Verkehrsteilnehmer meldeten um 17 Uhr Risse in der Fahrbahn bei Quarten (Fahrtrichtung Zürich). Die Überholspur wurde umgehend gesperrt und die nötigen Reparaturarbeiten an die Hand genommen. Die Überholspur wird bis Sonntagmittag gesperrt bleiben, wie es seitens der Kantonspolizei St. Gallen auf Anfrage hiess.
Am Freitag gab es nach dem Abbau einer Fahrspur längere Rückstaus zwischen Walenstadt und Murg. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hatte in den letzten Tagen jeweils darauf hingewiesen, dass nur noch wenige Autobahnabschnitte in der Schweiz aus Betonplatten bestehen, die sich bei Extremtemperaturen aneinander stossen können. Überdurchschnittlich tangiert ist das Sarganserland. Proaktiv lässt sich nichts unternehmen gegen «Blow-ups» – es bleibt nur die Hoffnung auf tiefere Temperaturen. Gottseidank sind solche in Aussicht.

















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