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Keystone-SDA | Mittwoch, 15. Juli 2026

Erste Julihälfte bricht Hitzerekorde

Die erste Julihälfte ist in der Schweiz dieses Jahr rekordwarm und sehr trocken ausgefallen. Landesweit lagen die Temperaturen im Durchschnitt 4,4 Grad über der Norm der Jahre 1991 bis 2020, wie Meteonews am Mittwoch mitteilte.

Es war damit wärmer als im bislang wärmsten Juli im Jahr 2015. Am grössten sei der Temperaturüberschuss vom Genfersee über den Jura bis zur Nordwestschweiz mit durchschnittlich 4,5 bis 5,5 Grad gewesen. Auf dem La Dôle waren es sogar sechs Grad. Am wenigsten über der Norm hätten das Bündnerland und Teile der Ostschweiz gelegen, aber selbst hier betrage die positive Abweichung rund zwei Grad.

Im Tessin seien am 8. Juli neue Höchstwerte registriert worden. In Locarno-Monti mass man 37,4 Grad, was laut Meteonews der höchsten je gemessenen Julitemperatur seit Messbeginn 1935 entsprach. In der Magadinoebene bedeuteten 37,3 Grad gar einen Allzeitrekord seit 1953, wie der private Wetterdienst weiter schrieb.

Auch die Anzahl der Hitzetage mit über 30 Grad sei aussergewöhnlich hoch gewesen. Lugano und Locarno im Tessin zählten bereits 13 Hitzetage, während die Norm für einen ganzen Juli bei rund fünf bis sieben Tagen liege.

In Basel liege man zur Monatsmitte mit elf Hitzetagen schon deutlich über der gesamten Julinorm (5,3 Hitzetage), dasselbe mit je zehn Hitzetagen in Genf (7,1) und Bern (3,9) und in Zürich mit sechs (3,9).

Grosse Trockenheit

Neben der Hitze herrschte grosse Trockenheit. Schweizweit sei in den ersten beiden Juliwochen 65 Prozent weniger Niederschlag als üblich gefallen. Einige Messstationen wie zum Beispiel Bière VD, Freiburg oder der Cimetta im Tessin registrierten gar keinen Regen, wie es weiter hiess.

Begleitet wurde das Wetter von überdurchschnittlich viel Sonnenschein. Die Sonnenscheindauer lag vielerorts 30 bis 60 Prozent über der Norm. Gewitter traten hingegen selten auf.

Wie Daten von Meteoschweiz, des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie, zeigen, war es der blitzärmste Sommeranfang seit 2015.

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