Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Extreme Raupenivasion im Sarganser Torggelfeld
Eine gewaltige Zahl an Raupen hat in den letzten Tagen im Sarganser Torggelfeld für Aufregung gesorgt. Viele davon sind auf der Staatsstrasse von Autos überfahren worden. Die Spuren waren am Montag noch deutlich zu sehen.
Raupen auf der Strasse, Raupen auf der Wiese, Raupen an den Hauswänden; im Sarganser Torggelfeld ist in den letzten Tagen buchstäblich das grosse Krabbeln ausgebrochen. Wie Augenzeugen dem «Sarganserländer» berichten, seien die Raupen am Samstag plötzlich in riesigen Massen vor Ort aufgetaucht. Die Tiere versuchten, von der betroffenen Wiese aus die Haupstrasse zu überqueren. Viele wurden dabei von Autos überfahren. Die Hauptstrasse zeigte sich am Montag auf rund 300 Metern Länge dunkel gefärbt.
Wohl eine Graseulenart
Bei der Gemeinde Sargans zeigte man sich auf Anfrage des «Sarganserländers» im Bilde über die Raupeninvasion. Hannes Schumacher, bei der Gemeinde Leiter der Kommission Biodiversität, nannte eine Graseulenart (Heerwurm-Graseule) als mögliche Verursacherin für die Aufregung. Schumacher machte sich ein Bild vor Ort: «Die Grünflächen auf beiden Seiten des Valinibaches sind teilweise braun. In der Wiese im Torggelfeld sind grossflächige Frassspuren an Gräsern zu sehen. Der Löwenzahn scheint unversehrt zu sein», sagte er nach einer ersten Einschätzung.
Die Raupen schienen überall zu sein. Viele von ihnen waren im angrenzenden Siedlungsgebiet in Rasen und auf Wegen zu finden. Am Sonntagabend wurden denn auch noch Beobachtungen aus Heiligkreuz gemeldet.
Am Montag hatte sich die Lage dann einigermassen beruhigt, trotzdem waren noch immer viele Raupen zu sehen.
Örtlich begrenzte Invasion
Was die Invasion genau ausgelöst hatte, war zunächst nicht ganz klar. Daniela Büchel, beim Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez Leiterin Acker und Spezialkulturen, geht davon aus, dass die warmen Temperaturen und optimalen Bedingungen im betroffenen Raum das Auftauchen der Raupen begünstigt hatten. Anzunehmen sei, dass der Befall sich örtlich begrenzt abspiele und keine Ausbreitung in andere Gegenden zu erwarten ist. Sobald die Temperaturen sinken, würden die Raupen eingehen. Eine Wiederholung des Befalls im kommenden Jahr sei deshalb keine zwingende Folge, so Büchel.























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