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Keystone-SDA | Mittwoch, 18. Februar 2026

Forschende bergen in der Antarktis den bisher längsten Bohrkern

Ein Forschungsteam unter Schweizer Leitung hat einen 228 Meter langen Bohrkern von unter dem antarktischen Eisschild hervorgebracht. Es ist der längste Bohrkern, der je aus Ablagerungen unter einem Eisschild geborgen wurde.

Der Bohrkern soll helfen, die Folgen der Klimaerwärmung für den Meeresspiegel vorherzusagen, wie die ETH Zürich mitteilte. So wollen die Forschenden daran ablesen, bei welcher Temperatur das antarktische Eisschild schmilzt.

Das 29-köpfige Forschungsteam aus zehn Ländern unter Co-Leitung der ETH Zürich und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) verbrachte für die Forschung zehn Wochen in einem abgelegenen Camp auf dem sogenannten Ross-Schelfeis, rund 700 Kilometer von der nächsten Forschungsstation entfernt.

Frühere Bohrversuche scheiterten

Um an die schwer zugänglichen Sedimente zu gelangen, schmolz das Team zunächst ein Loch durch das 523 Meter dicke Eis. Anschliessend bohrten sie 228 Meter weiter in den Grund der Westantarktis.

Damit handelt es sich um den mit Abstand längsten jemals unter einem Eisschild gebohrten Kern. Die zuvor tiefste Bohrung war kürzer als zehn Meter. Zwei frühere Bohrversuche nach diesem längsten Bohrkern waren laut der ETH gescheitert.

Der Bohrkern gilt als Klimaarchiv, das die Umweltbedingungen aus früheren Zeiten festhält. Erste Anzeichen deuten laut der ETH darauf hin, dass die Sedimentschichten im Kern bis zu 23 Millionen Jahre zurückreichen. Diese Zeitspanne schliesst auch Perioden ein, in denen die globale Durchschnittstemperatur deutlich höher als heute lag.

Wann schmilzt das Eis?

Schmilzt das westantarktische Eisschild komplett, würde der globale Meeresspiegel Berechnungen zufolge um vier bis fünf Meter steigen. Das Ross-Schelfeis spielt bei der Frage nach der Erhöhung des Meeresspiegels eine Schlüsselrolle: Es stabilisiert wie eine Art "Türstopper" die dahinterliegenden Gletscher. Schmilzt es, könnte das Eis der Westantarktis ungehindert ins Meer fliessen.

Die Forschenden wollen nun klären, bei welchen Bedingungen das Eisschild in der Vergangenheit instabil wurde. Zentral ist die Frage, ob ein Rückzug bei einer globalen Erwärmung von zwei Grad über dem vorindustriellen Niveau droht.

Der Bohrkern wurde vor Ort gekühlt und zur neuseeländischen Scott Base geflogen. Von dort wird er per Schiff nach Neuseeland transportiert, wo die detaillierte Laboranalyse beginnt. Das Forschungsprojekt trägt den Namen SWAIS2C (Sensitivity of the West Antarctic Ice Sheet to 2°C).

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