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Keystone-SDA | Donnerstag, 03. September 2026

Frankreich und die Schweiz feiern "Ewigen Frieden" als Welterbe

Frankreich und die Schweiz haben am Donnerstag die Aufnahme des "Ewigen Friedens" ins Weltdokumentenerbe der Unesco gefeiert. Der Friedensvertrag zwischen den 13 Alten Orten der Eidgenossenschaft und König Franz I. von Frankreich wurde 1516 in Freiburg geschlossen.

An der offiziellen Feier im Rathaus von Freiburg betonte Bundesrat Guy Parmelin, das Dokument symbolisiere, dass "Verhandlungen verhindern können, dass ein Sieg zur Demütigung wird". Zu den Gästen zählten auch die französische Botschafterin in der Schweiz, Marion Paradas, und der Freiburger Staatsrat Philippe Demierre.

Zum ersten Mal seit 510 Jahren sind beide Exemplare des Friedensvertrags wieder an genau jenem Ort vereint, an dem sie ausgearbeitet und besiegelt wurden. Das französische Nationalarchiv erklärte sich bereit, das Exemplar auszuleihen, das eine Delegation der Eidgenossen damals Franz I. überreicht hatte.

Der Friedensvertrag folgte auf die schwere Niederlage der Eidgenossenschaft in der Schlacht von Marignano 1515 und regelte die Beziehungen zu Frankreich.

Die Eidgenossen verzichteten auf ihre Ansprüche im Herzogtum Mailand. Frankreich zahlte eine Entschädigung und sicherte den Eidgenossen Handelsprivilegien zu. Der Vertrag prägte die französisch-schweizerischen Beziehungen nachhaltig.

Am 5. September findet im Freiburger Rathaus ein Tag der offenen Tür statt. Besucher können die beiden prachtvollen, mit Siegeln ausgestatteten Pergamenturkunden bestaunen.

Der "Ewige Friede" ist in das Unesco-Register des Weltdokumentenerbes aufgenommen worden. Es schützt das dokumentarische Erbe der Menschheit vor Vergessen und Zerstörung. Im Register findet sich etwa auch der St. Galler Klosterplan, das Archiv des Völkerbundes oder die audiovisuelle Sammlung des Montreux Jazz Festivals.

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