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HCD verliert in der Verlängerung
Keystone-SDA | Donnerstag, 30. April 2026

Fribourg-Gottéron ist zum ersten Mal Schweizer Meister

Fribourg-Gottéron gewinnt das entscheidende siebte Spiel des Playoff-Finals in Davos mit 3:2 nach Verlängerung und ist zum ersten Mal Schweizer Eishockey-Meister.

Fribourg-Gottéron ist endlich am Ziel seiner Träume, und es konnte nur so enden. Erst zum zweiten Mal seit der Playoff-Final nach dem Modus Best-of-7 gespielt wird, musste in der Finalissima eine Verlängerung über den neuen Schweizer Meister entscheiden. 2001 war es der zu früh verstorbene Morgan Samuelsson, der den ZSC in Lugano zum Sieg schoss. Und wieder ist es ein Schwede, der die Meisterschaft entscheidet.

In der 6. Minute der Extraschicht kommt Fribourg zu einem Überzahlspiel, als Calle Andersson den Puck im eigenen Drittel über die Bande spielt. Lucas Wallmark trifft dabei zum 3:2. Davos verpasst damit den ersten Meistertitel seit 2015 denkbar knapp, Fribourg-Gottéron krönte sich hingegen erstmals in seiner 89-jährigen Vereinsgeschichte zum Champion. In der wohl engsten und umstrittensten Finalserie seit Einführung der Playoffs.

Zadina rettet Davos in die Verlängerung

Fribourg war bis knapp zwölf Minuten vor Schluss mit einer knappen 2:1-Führung im Rücken auf bestem Weg zum ersten Meistertitel der Klubgeschichte. Dann traf Filip Zadina kurz vor dem Ende eines Powerplays mit einem präzisen Flachschuss zum verdienten Ausgleich. In der 58. Minute verpasste Tino Kessler mit einem Hammer an die Latte den Lucky Punch der Davoser.

Während die Heimfans und die erstaunlich zahlreich präsenten Anhänger aus Freiburg in der mit 6547 Zuschauern wie in allen Finalspielen ausverkauften Halle ein Stimmungsduell auf den Rängen lieferten, kämpften die beiden Teams mit zunehmend leerem Tank, aber ungebrochenem Einsatz um den Pokal. Bis zum süssen Ende für den Gast.

Fribourg mit dem besseren Start

Fribourg hatte den deutlich besseren Start in diese alles entscheidende Partie erwischt. In den ersten 14 Minuten trafen Henrik Borgström in Überzahl und Jamiro Reber nach einem technischen Kabinettstück von Verteidiger Patrik Nemeth hinter dem gegnerischen Tor zur 2:0-Führung. Ähnlich wie in Spiel 5, als Davos sogar einen 0:3-Rückstand wettmachte, liessen sich die Bündner davon aber wenig beeindrucken.

Noch vor der ersten Pause verkürzte Klas Dahlbeck mit einem Knaller unter die Latte. Im mittleren Abschnitt schnürte der Qualifikationssieger den Zweiten über längere Phasen in deren Abwehrdrittel ein und kam auch zu einigen hervorragenden Chancen auf den Ausgleich. Die besten hatten der stets brandgefährliche Filip Zadina (25.) sowie Chris Egli (31.) aus der einmal überzeugenden vierten Linie. Die Freiburger Abwehr hielt aber mit Mühe und Not bis zur 49. Minute den knappen Vorsprung. Am Ende wurde der heroische Kampf auch belohnt - in einem Final, der wahrlich keinen Verlierer verdient gehabt hätte.

Telegramm:

Davos - Fribourg-Gottéron 2:3 (1:2, 0:0, 1:0, 0:1) n.V.

6547 Zuschauer (ausverkauft). - SR Lemelin/Wiegand; Obwegeser/Schlegel. - Tore: 3. Borgström (Kapla, Wallmark, Sörensen/Powerplaytor) 0:1. 14. Reber (Nemeth, Gerber) 0:2.. 17. Dahlbeck (Frick) 1:2. 49. Zadina (Andersson, Dahlbeck/Ausschluss Nemeth) 2:2. 66. (65:56) Wallmark 2:3. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Fribourg.

Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Gross, Barandun; Guebey; Stransky, Corvi, Lemieux; Frehner, Ryfors, Kessler; Waidacher, Asplund, Zadina; Knak, Egli, Parrée; Aebli.

Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Jecker, Nemeth; Seiler, Streule; Johnson; Bertschy, Borgström, Biasca; Sörensen, Wallmark, Marchon; Gerber, De la Rose, Reber; Sprunger, Walser, Dorthe; Nicolet.

Bemerkungen: Davos ohne Fora, Nussbaumer, Gredig, Hollenstein (alle verletzt), Claesson, Tambellini und Taponen (alle überzählige Ausländer). Fribourg ohne Glauser, Schmid (beide verletzt), Arola Ljunggren, Rau und Rattie (alle überzählige Ausländer). Pfosten-/Lattenschüsse: 16. Gross, 58. Kessler.

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