Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Fritz für Wawrinka eine Nummer zu gross
Trotz eines starken Auftritts gegen die Weltnummer 9 ist für Stan Wawrinka in der 3. Runde der Australian Open Schluss. Der Schweizer unterliegt dem Amerikaner Taylor Fritz 6:7 (5:7), 6:2, 4:6, 4:6.
An einem von grosser Hitze geprägten Tag musste sich Wawrinka nach knapp dreistündigem Kampf geschlagen geben. Der Romand verlangte Fritz im vierten Aufeinandertreffen der beiden Spieler alles ab, konnte am Ende aber nicht mehr die Kräfte mobilisieren, die ihn zwei Tage zuvor zum Sieg im Fünfsatzkrimi gegen Arthur Gea getragen hatten. Dennoch feierten die Fans in der John Cain Arena, dem zweitgrössten Platz der Anlage, den 40-Jährigen bei seinem letzten Auftritt in Melbourne. 2014 hatte er am Australian Open den ersten seiner drei Major-Titel gewonnen.
Als Knackpunkt erwies sich der dritte Satz: Wawrinka wehrte beim Stand von 4:5 und Aufschlag Fritz zunächst drei Satzbälle in Folge ab und erspielte sich danach einen Breakball, den er jedoch nicht nutzen konnte. Anschliessend servierte sich der aufschlagstarke 1,96 Meter grosse Amerikaner zum Satzgewinn und liess im vierten Durchgang bei eigenem Service kaum mehr etwas zu.
Trotz des Ausscheidens darf sich Wawrinka über ein gelungenes Turnier in Down Under freuen. Dank seiner zwei Siege wurde er zum ältesten Spieler in der 3. Runde eines Major-Turniers, seit Ken Rosewall dies 1978 im Alter von 44 Jahren gelungen war. Zudem wird Wawrinka in der Weltrangliste - aktuell auf Platz 139 geführt - einen Sprung nach vorne machen und den angestrebten Top 100 näher kommen. Das würde bedeuten, dass er sich bei den kommenden Grand-Slam-Turnieren aus eigener Kraft qualifizieren könnte und nicht mehr wie in Australien auf eine Wildcard angewiesen wäre.
Mit Wawrinkas Ausscheiden geht das Australian Open ohne Schweizer Beteiligung in die zweite Woche.
















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar