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Keystone-SDA | Freitag, 30. Januar 2026

Fussball: Behörden weiten Kaskadenmodell auf Cup-Spiele aus

Das Kaskadenmodell gegen Fangewalt wird in der laufenden Saison auf Fussballspiele im Schweizer Cup der Männer ausgeweitet. Damit soll laut der Arbeitsgruppe Bewilligungsbehörden verhindert werden, dass gewaltbereite Fans auf diese Spiele ausweichen.

In der laufenden Saison gilt das Kaskadenmodell somit ab den Viertelfinals vom 3. und 4. Februar 2026 auch für Cup-Spiele, wie die Arbeitsgruppe Bewilligungsbehörden der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) am Freitag mitteilte.

Dies wird die Partien zwischen Neuchâtel Xamax und Yverdon Sport, dem Grasshopper Club Zürich und dem FC Sion am 3. Februar, dem FC Stade Lausanne-Ouchy und dem FC Luzern sowie dem FC St. Gallen und dem FC Basel am 4. Februar betreffen.

Mit diesem Schritt reagieren die Behörden laut eigenen Angaben auf gewalttätige Vorfälle bei Cup-Spielen in der Vergangenheit. Es bestehe der Verdacht, dass gewaltbereite Anhänger gezielt auf Spiele ausgewichen seien, die bisher nicht unter das Kaskadenmodell fielen, heisst es in einer Mitteilung weiter.

Solche Ausweichbewegungen würden die Wirksamkeit der bestehenden Massnahmen schwächen. Ziel sei es, die öffentliche Sicherheit auch bei risikobehafteten Cup-Spielen langfristig zu gewährleisten.

Modell hilft laut KKJPD gegen Gewalt

Das Kaskadenmodell wurde im Sommer 2024 nach wiederholten Ausschreitungen eingeführt. Die Sicherheitslage rund um die Spiele der Super League habe sich ausser wegen einer gestiegenen Sensibilität für Gewalt im Sport auch wegen des Kaskadenmodells entspannt, schrieb die KKJPD im Rahmen einer Bilanz Mitte 2025. Die Zahl der in Sachen Gewalt problematischen Spiele habe abgenommen.

Das Kaskadenmodell besteht aus vier Stufen, wobei gewisse Vorfälle vorab definierte Sanktionen auslösen. Letztere reichen von einer Lagebesprechung und einer Bewährungsphase über drei Partien (Stufe 1) bis hin zu einem Geisterspiel und fünf Spielen Bewährung (Stufe 4). Am Ende ist aber die jeweils zuständige politische Behörde für eine allfällige Umsetzung verantwortlich

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