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Ganna dominiert Zeitfahren, Vingegaard enttäuscht
Filippo Ganna deklassiert zum Start der zweiten Giro-Woche die Konkurrenz. Beim überlegenen Sieg des Einheimischen im Einzelzeitfahren verteidigt Afonso Eulalio die Maglia Rosa erneut mit Erfolg.
Mit dem 42 km langen Einzelzeitfahren von Viareggio nach Massa startete die 109. Ausgabe des Giro d’Italia in ihre zweite Woche. Die nahezu flache 10. Etappe mit einer einzigen kleinen Welle im Finale spielte dem Einheimischen Filippo Ganna in die Karten. Der zweifache Zeitfahr-Weltmeister wurde seiner Favoritenrolle in der Toskana vollends gerecht und sicherte sich mit grossem Vorsprung seinen achten Etappensieg an der Italien-Rundfahrt.
Dem zweitplatzierten Niederländer Thymen Arensman nahm Ganna 1:54 Minuten ab. Mit einem Stundenmittel von 54,921 km/h stellte der 29-jährige Italiener zudem eine Bestmarke in Einzelzeitfahren über mehr als 40 km an einer Grand Tour auf.
Eulalio verteidigt Rosa vor Vingegaard
Im einzigen Zeitfahren dieses Giro zeigte Jonas Vingegaard ungewohnte Schwächen. Der Topfavorit auf den Gesamtsieg belegte mit drei Minuten Rückstand nur den 13. Platz. Als bester Schweizer klassierte sich Johan Jacobs mit 4:11 Minuten Rückstand im 29. Rang.
In der Gesamtwertung verkürzte Vingegaard den Rückstand auf den weiterhin überraschend führenden Afonso Eulalio von 2:24 Minuten auf 27 Sekunden. Der junge Portugiese darf sich damit berechtigte Hoffnungen machen, das rosafarbene Leadertrikot, das er seit der 5. Etappe trägt, bis zur nächsten Bergankunft am Samstag erfolgreich zu verteidigen.
Am Mittwoch sind die Ausreisser gefragt
Die 11. Etappe vom Mittwoch führt über 195 km von Porcari nordwärts nach Chiavari an die ligurische Küste. Mehrere kurze, steile Anstiege im zweiten Teil der Strecke machen das Terrain ideal für eine starke Fluchtgruppe mit bergfesten Ausreissern und Puncheuren.

















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