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GC hat eine neue Eigentümerin
Der Grasshopper Club Zürich hat mit der Bridge Football Group Switzerland AG eine neue Eigentümerin. Diese löst den Los Angeles FC als bisherigen Besitzer ab, wie die Gruppe mitteilt.
"Die Bridge Football Group ist sich der Verantwortung, die mit der Übernahme einer solchen Institution einhergeht, vollumfänglich bewusst", lässt sich die neue Eigentümerin in einer Medienmitteilung zitieren. Ziel sei es, eine stabile, nachhaltige und wettbewerbsfähige Zukunft für den Grasshopper Club Zürich zu schaffen und dabei die Identität, die Werte und die Traditionen zu bewahren, die den Club seit mehr als 139 Jahren prägen.
Die Investorengruppe wird vom Schweizer Anwalt Ludovic Deléchat geführt und von chinesischen Geldgebern finanziert. Sie hält bereits Mehrheitsanteile am niederländischen Zweitligisten FC Den Bosch, an Pro Vercelli aus der italienischen Serie C und am in der zweithöchsten chinesischen Liga spielenden Shaanxi Union FC. Die Grasshoppers sollen nun das Flaggschiff des Netzwerks werden.
Deléchat lässt sich folgendermassen zitieren: "Unser Ziel ist es, einen stabilen und wettbewerbsfähigen Klub aufzubauen, in junge Spieler zu investieren, den GC-Campus vollumfänglich zu nutzen, die Verbindung zur GCZ-Community zu stärken und ein Umfeld zu schaffen, in dem die Menschen wieder stolz auf den Grasshopper Club Zürich sein können." Deshalb sollen Leute, die im Schweizer Fussball, im Klub und in der Stadt Zürich verwurzelt sind, GC aktiv mitgestalten.
Stabilität könnte GC gut gebrauchen. Der LAFC übernahm den Zürcher Traditionsklub im Januar 2024 von der chinesischen Fosun-Gruppe, vertreten durch Jenny Wang. Trotz grosser Worte gelang die Wende zum Besseren jedoch nicht. Vielmehr rettete sich der Rekordmeister in den vergangenen drei Saisons jeweils erst über die Barrage.
Die vielen Enttäuschungen führten zu Unmut bei den Fans. Eine Woche nach dem Scheitern im Cup-Halbfinal gegen das unterklassige Stade Lausanne-Ouchy war im Heimspiel gegen Luzern die GC-Kurve zunächst leer, stattdessen stand auf einem grossen Banner: "Fuck off LAFC". In der Folge erklärten sich die Amerikaner bereit, den Verein zu verkaufen. Nun folgte dieser Schritt.
GC-Sportchef Alain Sutter sagte in der vergangenen Woche in einem Interview mit Blue: "Wir wollen, dass Los Angeles bleibt." Nun ist es anders gekommen. Zu grossen Investitionen ins Team dürfte der Besitzerwechsel zumindest vorerst nicht führen. Darauf deuten weitere Worte von Deléchat hin: "Es geht hierbei nicht um schnelle Ergebnisse oder kurzfristige Entscheide. Es geht darum, ein starkes Fundament für die kommenden Jahre zu legen. Wir werden nicht von Beginn weg alles richtig machen, aber unser Engagement ist aufrichtig, langfristig und hat das Beste für den Grasshopper Club Zürich im Sinn."
Ob dem so ist oder es wie bereits beim LAFC nur schöne Worte sind, wird die Zukunft zeigen, doch viel schlimmer kann es für den Traditionsverein nicht kommen.

















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