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Keystone-SDA | Sonntag, 03. Mai 2026

Genoni führt Schweiz zum ersten Sieg nach Niederlagenserie

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam gewinnt das letzte von drei Spielen der Euro Hockey Tour in Ceske Budejovice gegen Tschechien 1:0 nach Penaltyschiessen. Goalie Leonardo Genoni ist überragend.

Auf Leonardo Genoni ist Verlass. Der Schweizer Goalie zeigte eine ganz starke Reaktion auf das Debakel vom Donnerstag mit der Auswechslung nach sieben Gegentoren gegen Schweden. Der MVP der letzten WM hatte gegen einen offensiv enttäuschenden Gegner nicht übermässig viel Arbeit, wehrte aber in den 65 Minuten alle 22 Schüsse ab und liess sich auch im Penaltyschiessen nur einmal bezwingen.

Den entscheidenden Versuch hält Genoni gegen seinen Zuger Teamkollegen Dominik Kubalik, den einzigen eingesetzten Tschechen aus der National League. Für die Schweizer trafen hingegen Tyler Moy und Théo Rochette.

Die Schweiz und der Gastgeber Tschechien brauchten in Ceske Budejovice lange 50 Minuten, um auf Touren zu kommen. In einer Partie ohne grosse Intensität verpassten Ken Jäger und Moy in der 51. Minute und fünf Minuten später auch noch Calvin Thürkauf das leere Gehäuse und damit Chancen auf das mögliche Siegtor.

Erster Sieg nach sieben Niederlagen

Im Penaltyschiessen machte es Moy besser, sodass der erste Schweizer Sieg in der Euro Hockey Tour nach zuletzt sieben Niederlagen resultierte. Generell macht der Auftritt der Schweizer Mut, nachdem sie in den ersten beiden Spielen der Woche jeweils schon nach zwei Dritteln fünf Gegentreffer erhalten hatten.

Sie schossen zwar 29 Mal auf das tschechische Tor, so richtig druckvoll und mit letztem Einsatz geschah dies aber nicht. Dabei geht es für nicht wenige Spieler noch darum, sich ein WM-Ticket zu sichern. Keine Sorgen machen dürften sich Christian Marti, Denis Malgin und Pius Suter, der einzige schon in dieser Woche im Einsatz stehende NHL-Spieler, die am Sonntag eine Pause erhielten. Auch Moy und Jäger, die zum letztjährigen Silberteam und am Samstag zu den Torschützen gegen Schweden gehörten, gehören zu den wenigen Gewinnern der zweitletzten Station der Euro Hockey Tour.

Mit jedem Spiel verbessert

Immerhin stand das Team von Jan Cadieux defensiv deutlich solider und vermied die zum Teil krassen Fehler der vorherigen Spiele. "Das tut gut", meinte Routinier Gaëtan Haas im TV-Interview mit SRF. "Wir haben in jedem Spiel etwas gelernt und machten es in jedem Spiel etwas besser."

Am Donnerstag, Samstag und Sonntag stehen die Schweizer noch in Schweden im Einsatz, um sich den letzten Schliff für die Heim-WM zu holen, in die sie am 15. Mai mit der Final-Revanche gegen die USA starten. Bereits am Montag vollzieht Jan Cadieux den nächsten Kaderschnitt. Dann dürften eine Reihe von NHL-Spielern und allenfalls solche der Playoff-Finalisten Fribourg-Gottéron und Davos dazustossen, für andere endet die Saison.

Telegramm:

Tschechien - Schweiz 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:0) n.P.

Hradec Kralove. - SR Folkstrand/Österberg (SWE). - Penaltyschiessen: Thürkauf-, Cernoch-; Moy 0:1, Melovsky-; Rochette 0:2, Beranek-; Riat-, Filip 1:2; Hofmann-, Kubakik-. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Tschechien: Korenar; Cibulka, Tichacek; Scotka, Galvas; Jandus, Pyrochta; Zabransky, Kral; Beranek, Cernoch, Kunc; Kantner, Sikora, Kubalik; Chmelar, Melovsky, Klapka; Pavlik, Marcel.

Schweiz: Genoni; Kukan, Le Coultre; Egli, Berni; Heldner, Chanton; Aebischer, Geisser; Riat, Thürkauf, Rochette; Moy, Jäger, Hofmann; Herzog, Haas, Scherwey; Rohrbach, Baechler, Meyer.

Bemerkungen: Schweiz ohne Charlin, Suter, Malgin, Loeffel, Marti, Senteler, Andrighetto (alle überzählig oder angeschlagen) und Pasche (Ersatzgoalie). - Schüsse: Tschechien: 22 (3-9-8-2), Schweiz 29 (9-11-7-2). - Powerplay-Ausbeute: Tschechien 0/3, Schweiz 0/2.

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