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Genoni nach Jubiläumsspiel zum Scherzen aufgelegt
Torhüter Leonardo Genoni bestreitet beim 6:1-Sieg gegen den Erzrivalen Deutschland sein 50. WM-Spiel. Doch von Statistiken hält er nicht viel.
Leonardo Genoni ist nach der Partie zum Scherzen aufgelegt: "Ich habe vor dem Spiel einen grossartigen Kuchen erhalten und freue mich nun darauf, diesen zu essen", sagt er gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone auf seinen 50. WM-Einsatz angesprochen, ehe er zugibt: "Nein, hatte keine Ahnung." Der 38-jährige Keeper des EV Zug, der seine zwölfte WM bestreitet, legt wenig Wert auf Statistiken.
Dabei sind diese bei ihm, insbesondere in jüngster Vergangenheit, mehr als beeindruckend. In seinen letzten acht WM-Spielen kassierte er inklusive der Verlängerung im letztjährigen Final gegen die USA (0:1) bloss vier Gegentore. Darauf hingewiesen entgegnet er: "Drei Punkte gefallen mir." Diese Aussagen verdeutlichen, wie Leonardo Genoni tickt.
Zur Partie sagt er: "Zunächst war es ein harziges Spiel, dann kam der Shorthander (zum 1:0 in der 27. Minute). Das war der Dosenöffner und dann ging jeder Schuss rein." Das Mitteldrittel entschieden die Schweizer gleich mit 5:0 für sich. Das Tor der Deutschen zum 1:6 fiel erst in der 56. Minute. Es fehlte also wenig zum 13. Shutout von Genoni an einer WM. Doch wenig verwunderlich spielte das für ihn keine Rolle. "Wirklich nicht", betont er. Das sei im letzten Jahr gegen die Deutschen (damals kassierte er das 1:5 in der 59. Minute) nicht anders gewesen.
Etwas lässt sich Genoni zu seinen starken WM-Leistungen - beim Gewinn der Silbermedaille vor einem Jahr wurde er zum MVP des Turniers gekürt - doch entlocken: "Wir haben ein super Team, es funktioniert richtig gut. Zudem folgen viele aufeinanderfolgende Spiele mit ähnlichen Situationen. Im internationalen Eishockey gibt es nicht viele Chancen, was es für einen Torhüter einfacher macht - auch wenn die Schüsse und die Gegner gut sind." Jedenfalls ist auch an der Heim-WM auf Genoni Verlass.

















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