/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Siga-Podcast

Siga-Podcast

Ä Ohr voll Heimat – der Siga-Podcast vom «Sarganserländer»

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Buchshop

Buchshop

Hier finden Sie die von der SL Druck + Media AG herausgegebenen Bücher.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Ausland
Keystone-SDA | Sonntag, 31. Mai 2026

Gewalt und Polarisierung prägen Präsidentenwahl in Kolumbien

Kolumbien wählt heute vor dem Hintergrund wachsender Gewalt und tiefer politischer Spannungen einen neuen Präsidenten. Rund 41 Millionen Bürger sind dazu aufgerufen, einen Nachfolger des linken Präsidenten Gustavo Petro zu bestimmen, der gemäss Verfassung nicht erneut kandidieren darf.

Insgesamt treten 14 Kandidaten an, nach aktuellen Umfragen gibt es drei klare Favoriten. Zu ihnen zählen der linke Senator Iván Cepeda aus dem Regierungslager, der den Reformkurs Petros fortsetzen will, sowie die konservative Senatorin Paloma Valencia aus dem Umfeld des früheren Präsidenten Álvaro Uribe, die einen harten Sicherheitskurs fordert.

Ebenfalls gute Chancen werden dem rechtsgerichteten Anwalt Abelardo de la Espriella eingeräumt, der unter anderem für einen schlankeren Staat und ein kompromissloses Vorgehen gegen bewaffnete Gruppen wirbt.

"Eine der schwersten Gewaltwellen der letzten Jahre"

Der Wahlkampf wurde zuletzt zunehmend von der schwierigen Sicherheitslage überschattet. Kolumbien erlebe derzeit "eine der schwersten Gewaltwellen der letzten Jahre", sagte die Leiterin des Kolumbien-Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Kristin Wesemann.

Im Vorfeld der Abstimmung kam es zu einer Reihe von Anschlägen, bei denen mehrere Zivilisten, Soldaten und Polizisten ums Leben kamen oder verletzt wurden. Politische Gewalt beschäftigt das Land aber bereits seit längerem: Im Juni vergangenen Jahres wurde etwa der konservative Senator Miguel Uribe Turbay bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Hauptstadt Bogotá angeschossen und erlag später seinen Verletzungen.

Nach Einschätzung der KAS-Expertin haben sich bewaffnete Gruppen in vielen Regionen weiter ausgebreitet. "67 Prozent aller Gemeinden [...] sind den illegalen Netzwerken und Gruppen ausgesetzt", sagte Wesemann. Zugleich seien "die staatlichen Sicherheitsstrukturen extrem geschwächt".

Einem Bericht des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz zufolge erlebte Kolumbien im Vorjahr die schwersten humanitären Folgen bewaffneter Konflikte seit einem Jahrzehnt. Mehr als 235.000 Menschen wurden demnach vertrieben.

Petro wollte "totalen Frieden" mit bewaffneten Gruppen

Die Sicherheitslage rückt damit auch in der Bilanz von Petro in den Mittelpunkt. Der erste linke Präsident in der Geschichte Kolumbiens war 2022 mit dem Versprechen eines "totalen Friedens" angetreten und wollte durch Verhandlungen mit bewaffneten Gruppen die jahrzehntelange Gewalt eindämmen. Ein entscheidender Durchbruch blieb bislang jedoch aus.

Anhänger der Regierung verweisen dagegen auf soziale Fortschritte. Laut einer Analyse des unabhängigen US-Thinktanks Center for Economic and Policy Research (CEPR) stiegen unter Petro die Sozialausgaben deutlich, der Mindestlohn wurde angehoben und die Armutsquote sank seit 2022 spürbar. Auch die Arbeitslosigkeit ging zuletzt zurück.

Mehrere Reformprojekte scheiterten jedoch im Kongress oder verzögerten sich. Zudem sorgten zahlreiche Ministerwechsel und in der Öffentlichkeit ausgetragene Konflikte der Regierung immer wieder für Kritik. Auch aussenpolitisch trat Petro häufig konfrontativ auf. Sein Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump gilt unter anderem wegen Streitigkeiten über Migration, Abschiebungen und Drogenpolitik als angespannt.

Sollte keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erreichen, kommt es am 21. Juni zu einer Stichwahl, wovon Umfragen derzeit ausgehen.

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.