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Keystone-SDA | Freitag, 05. Juni 2026

GFK warnt vor relativer Unterfinanzierung der PH Thurgau

Die Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission des Thurgauer Grossen Rates (GFK) warnt mit Blick auf die überdurchschnittlich steigenden Schülerzahlen vor einer "relativen Unterfinanzierung" der Pädagogischen Hochschule Thurgau. In den kommenden Jahren würden im Kanton jährlich zusätzliche 30 bis 35 Lehrpersonen benötigt.

Im Vergleich zu anderen Regionen der Schweiz wachsen die Schülerzahlen im Thurgau stärker an, hält die GFK in ihrem am Freitag veröffentlichten Bericht zur Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) fest. Dadurch müsse die PHTG bis ins Jahr 2030 einen Anstieg an Studierenden auf mehr als 1000 verkraften, um den Bedarf an Lehrpersonen im Kanton zu decken. Heute studieren 835 angehende Lehrerinnen und Lehrer an der PHTG.

Demgegenüber steht laut Bericht ein von der PHTG beantragtes Wachstum des Staatsbeitrags von total 5,6 Prozent für die Jahre 2027 bis 2029. Dennoch lasse sich eine relative Unterfinanzierung nur schliessen, wenn die Kosten pro Studierendem durch Skaleneffekte um fünf Prozent gesenkt werden, hält die Kommission weiter fest. Bei der Entwicklung des Staatsbeitrags müsse ein gesunder Kompromiss gefunden werden.

Bei der Beschaffung von Drittmitteln spüre die Hochschule Gegenwind. Wegen Kürzungen der öffentlichen Hand würden immer mehr Institutionen auf private Stiftungen ausweichen, was die Konkurrenz verschärft. Erschwerend komme hinzu, dass Stiftungen öffentlich finanzierte Hochschulen vermehrt von der Förderung ausschliessen.

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