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Olympia-Eishockey
Keystone-SDA | Dienstag, 17. Februar 2026

Glanzloser Schweizer Pflichtsieg gegen Italien

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam gewinnt das Playoff-Spiel gegen Italien 3:0. Nach diesem Pflichtsieg treffen die Schweizer am Mittwochabend im Viertelfinal auf Finnland, den Olympiasieger von 2022.

Die Partie gegen den Olympia-Gastgeber erinnerte an das Schweizer Eröffnungsspiel vor sechs Tagen gegen Frankreich (4:0). Auch damals führten die Schweizer früh 2:0. Gegen Italien skorten Philip Kurashev nach 79 Sekunden und Roman Josi (im Powerplay) nach zehn Minuten die Goals zum 2:0.

Aber wie gegen Frankreich schlich sich dann der Schlendrian ins Schweizer Spiel ein. Seit fast 300 Jahren, seit 1734 Johann Sebastian Bach die Geschichte von Herr Schlendrian vertonte, gilt Schlendrian als langsame, träge, nachlässige und dadurch ineffektive und fehleranfällige Arbeitsweise.

Gewiss: Die Schweizer behielten die Italiener besser im Griff als in der Vorrunde Schweden (5:2-Sieg, aber nur 3:2 bis zur 56.) und die Slowakei (3:2-Sieg). Aber wer erwartet hätte, dass die Schweizer "Selbstvertrauen en masse" tanken würden, wie beispielsweise die Finnen, die Italien 11:0 auseinander nahmen, der wurde enttäuscht.

Das Positive

Dennoch gab es natürlich auch Positives: Nico Hischier erzielte in der 46. Minute das 3:0 und sein erstes Tor an diesen Olympischen Spielen. Hischier hatte zuvor schon die ersten beiden Schweizer Treffer vorbereitet.

Der Captain der New Jersey Devils liess nach dem Sieg keine Kritik an der Schweizer Leistung gelten, denn "solche Spiele sind nie einfach". Sein Team habe das gegen Italien gut gemacht: "Wir sind gut gestartet. Gewiss, in der Effizienz hätten wir besser sein können, aber das klappt dann gegen die Finnen."

Genonis zweiter Shutout

Wieder stark spielte auch Goalie Leonardo Genoni, der 20 Schüsse parieren musste und nach dem 4:0 gegen Frankreich schon zum zweiten Shutout im Turnier kam.

Womöglich liessen die Schweizer ab dem zweiten Abschnitt nur nach, weil sie Kräfte für den Viertelfinal einteilten. Und Patrick Fischer zeigte, dass er die Magie in den seinen letzten vier Monaten als Nationaltrainer noch nicht verloren hat: Er nahm in der 46. Minute aus heiterem Himmel sein Timeout - fünf Sekunden später gelang Hischier das 3:0.

Auch Fischer zeigte sich mit der Leistung seines Teams absolut zufrieden. "Wir zeigten eine reife Leistung", so Fischer, "wir haben nichts anbrennen lassen. Aber ja: Bei der Chancenverwertung haben wir das Potenzial zur Verbesserung."

Wieder in der kleinen Halle

Gegen Italien spielte die Schweiz erstmals in der kleineren Halle im Messezentrum bei Rho in der Agglomeration Mailands. Auch der Viertelfinal gegen die Finnen findet am Mittwoch (18.10 Uhr) in dieser Nebenhalle statt. Gegen Finnland, den Olympiasieger von 2022, schieden die Schweizer in Peking in den Viertelfinals aus.

Schweiz - Italien 3:0 (2:0, 0:0, 1:0)

Mailand, Rho Ice Hockey Arena. - 5700 Zuschauer. - SR Hribik/Schrader (CZE/GER), Suchanek/Wyonzek (CZE/CAN). - Tore: 2. Kurashev (Hischier, Meier) 1:0. 11. Josi (Andrighetto, Hischier/Ausschluss Larkin) 2:0. 46. Hischier (Riat, Meier/Ausschluss Frycklund) 3:0. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 6mal 2 Minuten gegen Italien.

Schweiz: Genoni; Moser, Josi; Kukan, Siegenthaler; Fora, Marti; Glauser, Berni; Meier, Hischier, Kurashev; Niederreiter, Suter, Andrighetto; Bertschy, Thürkauf, Schmid; Riat, Jäger, Knak.

Italien: Clara; Pietroniro, Zanatta; Larkin, Trivellato; Di Tomaso, Glira; Seed, Di Perna; Gazley, Bradley, Digiacinto; De Luca, Frycklund, Saracino; Petan, Mantenuto, Frigo; Zanetti, Morini, Segafredo.

Bemerkungen: Schweiz ohne Fiala und Malgin (beide verletzt), Berra (Ersatzgoalie) und Schmid (überzähliger Goalie). - 46. Timeout Schweiz. - Schüsse: Schweiz 51 (18-14-19); Italien 20 (2-10-8). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 2/5; Italien 0/2.

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