/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Sport
Keystone-SDA | Mittwoch, 28. Januar 2026

Glas trotz EM-Dämpfer halbvoll

Lukas Britschgi sieht trotz der knapp verpassten EM-Medaille das Glas halbvoll. An den Olympischen Spielen strebt er ein Diplom an.

Es gibt Menschen, die sehen das Glas meist halbleer, andere sehen es halbvoll. Lukas Britschgi gehört definitiv zu letzterer Sorte. In der vergangenen Woche verpasste er an der EM in Sheffield als Vierter das Podest um lediglich 1,37 Punkte, und dies, obwohl er vor allem in der Kür einiges unter seinen Möglichkeiten blieb.

Dennoch war es für Britschgi nur "zu einem gewissen Grad" eine Enttäuschung, da er das Ganze von der positiven Seite anschaut. "Trotz der nicht idealen Leistung hat es für den 4. Platz gereicht, was nüchtern betrachtet sehr gut ist", sagt der 27-jährige Schaffhauser im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Positiv war für ihn auch, dass er in den Programmkomponenten für den künstlerischen Ausdruck im Kurzprogramm die höchste Punktzahl und in der Kür die zweithöchste erhalten hat - umso bemerkenswerter angesichts der technischen Fehler. Zwar gibt es dafür in der A-Note Abzüge, doch wirken sich diese immer auch auf die B-Note aus. "Daher ist es für mich motivierend zu sehen, dass meine beiden Programme auch mit Fehlern wertgeschätzt werden, sie bei den Preisrichtern gut ankommen."

Sieht das grosse Bild

Britschgi sieht das Glas nicht nur halbvoll, er schaut auch über den Tellerrand hinaus und trägt das Herz auf der Zunge. "Ich bin ehrlich: Mit einer solchen Kür aufs Podest zu kommen - ich weiss nicht. Da gönne ich es dem Drittplatzierten (der Tscheche Georgii Reshtenko, die Red.) fast mehr. Er ist zwar nicht der beste Läufer, hat aber technisch schon sehr, sehr starke Programme gezeigt. Wenn ich mich mit so vielen Fehlern nach vorne geschmuggelt hätte, hätte ich mich nicht ganz wohl gefühlt. Aber logisch, ich hätte nicht Nein gesagt zu einer Bronzemedaille."

Auch sonst sah Britschgi das grosse Bild: "Ich war etwas verwöhnt von meinen Leistungen in den vergangenen Saisons und konnte fast immer mein Niveau abrufen. Dass dies nun mal nicht der Fall war, das ist menschlich." Ein Faktor war der Druck, trat er doch in Sheffield als Titelverteidiger an, was die eigene Erwartungshaltung nach oben schraubte - mit jener von aussen kann er gut umgehen.

"Ich war in beiden Programmen ziemlich angespannt", sagt Britschgi. "Zwar brauche ich eine gewisse Anspannung, jedoch wollte ich vor allem im Kurzprogramm zu viel. Deshalb war es, glaube ich, gut, mal einen Dämpfer gehabt zu haben." Er hofft, dass dadurch seine Erwartungshaltung sinkt und er sich wieder besser auf seine Programme konzentrieren kann - ohne den Gedanken: "Das und das machen zu müssen, damit es für eine Medaille reicht."

Zweite Olympische Spiele

Allerdings hat sich Britschgi auch für die Olympischen Spiele in Mailand mit dem Erreichen eines Diploms ein hohes Ziel gesetzt. Dafür müsste er den Sprung in die Top 8 schaffen. Er ist sich bewusst, dass dafür angesichts der starken Konkurrenz nicht alles in seiner Hand liegt. "Wenn alle fehlerfrei laufen, wird es schwierig", so Britschgi. Dass es möglich ist, bewies er an der WM 2024, als er mit 274,09 Punkten den bisher besten Wettkampf seiner Karriere hinlegte und den 6. Platz erreichte.

Britschgi nimmt zum zweiten Mal nach 2022 an Olympischen Spielen teil. Dort kam er nicht über den 23. Rang hinaus. Zwar fand er die Zeit in Peking trotz der damals herrschenden Corona-Restriktionen "mega cool", empfand das Ganze nicht so negativ wie viele andere, aber natürlich freut er sich sehr, nun auch noch normale Olympische Spiele zu erleben und andere Wettkämpfe schauen zu können.

Zuerst aber ist noch einiges an Arbeit in seiner Trainingsbasis in Oberstdorf angesagt, um im technischen Bereich wieder mehr Vertrauen zu haben. "Ich werde nicht mehr jünger und merke schon, dass alles nicht einfacher wird. Es braucht immer mehr, um den Status quo aufrechterhalten zu können." Aber eben - sein Glas ist halbvoll.

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.