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Gottéron legt bei Sörensens Rückkehr wieder vor
Fribourg-Gottéron legt in der Halbfinalserie gegen Genève-Servette wieder vor. Die Freiburger gewinnen mit 2:1 auch ihr zweites Heimspiel und führen in der Best-of-7-Serie nun ebenfalls mit 2:1.
In den letzten Tagen dominierte im eishockeyverrückten Freiburg fast nur ein Thema: Wann gibt Marcus Sörensen endlich sein Comeback? Seit Anfang Januar schlug sich Fribourgs Starstürmer mit Adduktorenproblemen herum. Am Tag nach der 3:7-Niederlage in Genf befeuerte Gottérons Trainer Roger Rönnberg die Hoffnungen mit den Worten: "Er hat das grüne Licht vom Arzt."
Am Mittwoch war es nun endlich so weit: Sörensen bildete nach drei Monaten ohne Spielpraxis an der Seite seines kongenialen Sturmpartners Lucas Wallmark und zusammen mit Jacob de la Rose eine rein schwedische Sturmreihe.
Den Unterschied machten aber andere. Zum Beispiel Christoph Bertschy und Attilio Biasca, die zusammen mit Topskorer Henrik Borgström aktuell Fribourgs gefährlichstes Offensivtrio bilden. Biasca gelang mit dem 1:0 in der 24. Minute bereits sein drittes Tor im fünften Playoff-Spiel, nachdem er im ersten Viertelfinalspiel gegen Rapperswil-Jona verletzt ausgefallen war. Er vollendete einen tollen Querpass von Bertschy, der in dieser Serie bereits bei fünf Skorerpunkten steht.
Für das 2:0 kurz nach Spielhälfte zeichnete Borgström verantwortlich. Den Mammutanteil am erst zweiten Freiburger Powerplay-Tor in diesen Playoffs hatte aber Yannick Rathgeb, der den Schweden wunderschön freispielte.
Servette war nicht chancenlos, im Gegenteil. Die Genfer erspielten sich mit ihren immer wieder schnell vorgetragenen Vorstössen eigentlich mehr und auch die gefährlicheren Torchancen, fanden jedoch fast immer in Reto Berra (23 Paraden) ihren Meister. Fribourgs Goalie musste sich einzig in der 44. Minute Luca Hischier geschlagen geben. In den letzten eineinhalb Minuten konnte Servette im Powerplay agieren, nahm zudem Torhüter Stéphane Charlin für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch die Freiburger retteten das knappe 2:1 über die Zeit.
Ein Wermutstropfen trübte den Sieg für Gottéron jedoch: Mit dem Ende Saison zurücktretenden Julien Sprunger fiel der Captain im Mitteldrittel verletzungsbedingt aus. Ob er am Freitag in Genf seinem Team wieder dabei helfen kann, sich mit dem ersten Auswärtssieg in der Serie drei Matchpucks für den Finaleinzug zu erarbeiten, ist offen.
Telegramm:
Fribourg-Gottéron - Genève-Servette 2:1 (0:0, 2:0, 0:1)
9372 Zuschauer (ausverkauft). - SR Dipietro/Stolc (SVK), Duc/Altmann. - Tore: 24. Biasca (Bertschy, Jecker) 1:0. 31. Borgström (Rathgeb, Arola/Powerplaytor) 2:0. 44. Hischier (Ignatavicius, Praplan) 2:1. - Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Borgström; Granlund.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Arola; Johnson; Bertschy, Borgström, Biasca; Sörensen, Wallmark, De la Rose; Sprunger, Walser, Marchon; Dorthe, Reber, Gerber; Nicolet.
Genève-Servette: Charlin; Rutta, Berni; Saarijärvi, Chanton; Karrer, Le Coultre; Sutter; Puljujärvi, Manninen, Granlund; Bozon, Jooris, Vesey; Ignatavicius, Praplan, Hischier; Miranda, Verboon, Noah Rod; Pouliot.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Richard (verletzt) und Brassard (überzähliger Ausländer). Fribourg-Gottéron ohne Schmid, Glauser (beide verletzt), Nemeth (gesperrt), Ljunggren, Rau und Rattie (alle überzählige Ausländer). Genève-Servette ab 58:24 ohne Torhüter.
















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