Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Griechenland greift durch: E-Scooter erst ab 17 Jahren
Nach einer Serie schwerer Unfälle macht Griechenland Ernst: Das Parlament billigte ein neues Gesetz zu E-Scootern mit dem Ziel, das Chaos auf Strassen und Gehwegen zu beenden. Hohe Bussgelder drohen bei Verstössen.
Unter 17? E-Scooter sind tabu
Die wichtigste Neuerung: Jugendliche unter 17 Jahren dürfen E-Scooter im Strassenverkehr nicht mehr benutzen. Wer dabei erwischt wird, muss 150 Euro (139 Franken) zahlen. Vermietet ein Verleihunternehmen einen Roller an Unter-17-Jährige, werden für den Anbieter sogar 1.000 Euro fällig.
Auch für Erwachsene wird es deutlich teurer. Auf Strassen, wo ein Tempolimit von 50 Kilometer pro Stunde und mehr gilt, sind E-Scooter künftig verboten. Wer dort trotzdem unterwegs ist, riskiert ein Bussgeld von 350 Euro.
Neu ist ausserdem die Pflicht zur Haftpflichtversicherung. Ohne Versicherung kostet die Fahrt 250 Euro Strafe. Fahrer müssen den Versicherungsnachweis jederzeit zusammen mit einem Ausweis vorzeigen können.
Falsch geparkt? Roller wird abgeschleppt
Kein Pardon gibt es künftig auch für achtlos abgestellte Roller. Blockieren sie Gehwege oder Zebrastreifen, können sie entfernt werden; es drohen Bussgelder zwischen 40 und 80 Euro.
Auch wer ohne Helm fährt oder während der Fahrt aufs Handy schaut oder Kopfhörer trägt, muss mit Strafen zwischen 40 und 150 Euro rechnen.
Immer mehr Verletzte in Kliniken
Die griechische Regierung reagiert mit der Verschärfung auf die stark gestiegene Zahl der Unfälle mit den Gefährten. Spitalärzte berichteten zuletzt von immer mehr teils schwer verletzten E-Scooter-Fahrern - vor allem Jugendliche, aber auch Urlauber.
Die Regierung argumentiert, junge Leute seien nicht für den Strassenverkehr ausgebildet, etwa durch einen Auto-Führerschein, und die Fahrer unterschätzten die Roller generell, die so schnell und gefährlich "wie in einem Videospiel" unterwegs seien.

















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