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Wirtschaft
Keystone-SDA | Mittwoch, 28. Januar 2026

Grönlandkrise sorgt bei Analysten für Pessimismus

Ein Indikator für die Schweizer Konjunktur ist im Januar in den negativen Bereich gefallen. Schuld daran war wohl die Grönlandkrise.

Der sogenannte UBS-CFA-Indikator sank im Januar auf -4,7 Punkten von +6,0 Punkten im Dezember, wie die Grossbank UBS am Mittwoch mitteilte. Sie erstellt den Indikator, der auf einer Umfrage unter Experten basiert, zusammen mit der CFA Society Switzerland jeden Monat.

Der Index hatte im vergangenen Jahr wegen der Politik von Donald Trump zeitweise sehr stark im Minus notiert, hat dann aber nach der Zoll-Einigung im November das Vorzeichen gewechselt.

Trump dürfte nun auch für den neuerlichen Fall in den negativen Bereich verantwortlich sein, erklärte die UBS. Denn die Umfrage sei während der Eskalation der Spannungen um Grönland und dem damit verbundenen Risiko höherer US-Zölle auf einige europäische Länder durchgeführt worden. Diese Diskussionen hätten die Stimmung der Analystinnen und Analysten wohl belastet.

Der Indexstand ergibt sich aus dem Saldo der Analysten, die eine positive (18,6 Prozent) respektive eine negative Veränderung (23,3 Prozent) der konjunkturellen Lage erwarten. Die Mehrheit der 42 Befragten ging von einer unveränderten Lage aus.

Leitzins weiter bei 0 Prozent erwartet

Die Experten wurden ausserdem auch zu ihren konkreten BIP-Prognosen befragt. Im Schnitt werde für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,1 Prozent erwartet, für 2027 dann von 1,3 Prozent. "Auf diesem Niveau würde das Wirtschaftswachstum unter seinem langfristigen Durchschnitt bleiben", kommentierte die UBS.

Fast 90 Prozent der Umfrageteilnehmenden erwarteten ausserdem, dass die Inflation 2026 zwischen 0 und 1 Prozent bleibe und rechneten mit einem leichten Anstieg auf durchschnittlich 0,4 Prozent nach 0,2 Prozent im vergangenen Jahr. Drei von vier Analysten erwarteten daher auch, dass die Schweizerische Nationalbank ihren Leitzins 2026 unverändert bei 0 Prozent hält, heisst es im Communiqué.

Die Umfrage wurde zwischen dem 15. und dem 21. Januar durchgeführt.

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