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Grosses Feuerwerk in Basel am Vorabend des 1. August

Mit einem grossen Feuerwerk über dem Rhein hat Basel bereits am Sonntag den Nationalfeiertag gefeiert. Zehntausende Schau- und Festlustige strömten bei heissem Wetter an die Rheinufer und in die Innenstadt.

Keystone-SDA

Der farbige Lichterzauber am Nachthimmel begann um 23.00 Uhr und dauerte 16 Minuten. Dieses Jahr wurde das Feuerwerk über dem Rhein um ein Drittel gekürzt - um die Feinstaubbelastung zu reduzieren.

Die Feuerwerkskörper wurden von zwei Schiffen aus in den sommerlichen Nachthimmel geschossen. Insgesamt gab es 1382 Zündungen. Erstmals wurde das Feuerwerk versuchsweise mit Musik via Mobiltelefon und UKW-Radio begleitet.

Marcel Meier, Vize-Präsident des Vereins "Bundesfeier am Rhein", sagte am späten Abend zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA: "Wir sind mit dem bisherigen Verlauf des Festes sehr zufrieden und schätzen, dass 100'000 Besucherinnen und Besucher in der Stadt sind. Das Feuerwerk und das Musikprogramm kamen sehr gut an."

In vielen Teilen der Schweiz gilt wegen der Trockenheit ein Feuer- und damit Feuerwerksverbot. Die Behörden des Kantons Basel-Stadt schätzten das Brandrisiko mit dem grossen Feuerwerk aber als vertretbar ein. Basel-Stadt hat im Gegensatz zu Kantonen wie Baselland, Aargau, Solothurn und Jura kein generelles Feuerwerkverbot ausgesprochen. Die Basler Kantonspolizei empfiehlt jedoch, auf das private Abbrennen von Feuerwerk zu verzichten.

Berset plädiert für konstruktives Streiten

Auch der Bundesrat startete bereits am Sonntag mit ersten Auftritten. Innenminister Alain Berset schlug in Luzern ernste Töne an und forderte in seiner Rede zum 1. August zu einem konstruktiven Debattieren auf. Berset kritisierte am Abend, dass in den Sozialen Medien Dauerempörung, haltlose Polemik und Wut auf Personen, die in der Öffentlichkeit stünden, vorherrschten. Raum für Annäherung, für Dialog und Kompromisse fehle.

Praktisch gleichzeitig mit Bersets Rede in Luzern gab im Nachbarkanton Aargau die Gemeinde Spreitenbach bekannt, dass der geplante Festredner und Zürcher SVP-Nationalrat Roger Köppel wegen anonymer Gewaltdrohungen im Vorfeld am 1. August nicht auftreten könne.

Um die grossen Herausforderungen wie Krieg, Knappheit, Inflation, Klimaerwärmung oder Altersvorsorge zu bewältigen, ist gemäss Berset das aufeinander Zugehen noch wichtiger geworden. Der SP-Magistrat zeigte sich dabei optimistisch. Er plädierte bei seiner Rede auf dem Luzerner Europaplatz dafür, nicht stets nett zu sein, sondern über alles zu streiten - aber nicht endlos. "Dass wir uns raufen - und uns dann wieder zusammenraufen" halte die Schweiz zusammen.

Sommaruga: Pioniergeist für Energiewende

Neben Berset hatte auch Energieministerin Simonetta Sommaruga am Sonntag ihren ersten 1.-August-Auftritt. Die SP-Bundesrätin rief bei einer Rede in Saas-Balen im Wallis dazu auf, die einheimischen Energien Wind-, Wasser- und Sonnenkraft mit Pioniergeist voranzutreiben. Die Wasserkraft sei angesichts der Abhängigkeit von russischem Gas gefragter denn je. Das Wallis liefert die Hälfte des inländischen Stroms.

Die Schweiz habe schon einmal eine Energiewende erlebt, sagte Sommaruga. Vor hundert Jahren, nach dem Ersten Weltkrieg, seien die Kohle-Importe aus dem Ausland ausgefallen. Die Vorfahren hätten daraufhin die Wasserkraft stark ausgebaut und die Schweiz aus der Kohle-Abhängigkeit befreit. Jetzt müsse das die aktuelle Generation anpacken. Es gelte die beste Lösung zwischen Schutz- und Nutzinteressen zu finden.

Am 1. August mischen sich dann auch die übrigen Bundesrätinnen und Bundesräte unters Festvolk. Mit vier Auftritten hat Bundespräsident und Aussenminister Ignazio Cassis das intensivste Programm. Finanzminister Ueli Maurer redet an drei Anlässen, Innenminister Berset und Wirtschaftsminister Guy Parmelin an zwei. Die Bundesrätinnen Simonetta Sommaruga, Karin Keller-Sutter und Viola Amherd halten am Nationalfeiertag jeweils eine Rede. Zudem wendet sich Bundeskanzler Walter Turnheer einmal an eine Festgemeinde.

Weltgrösste Schweizerfahne ausgerollt

Pünktlich vor dem Nationalfeiertag wurde in der Ostschweiz auch wieder die weltgrösste Schweizerfahne ausgerollt. Am Säntis montierten mindestens 19 Höhenarbeiter die 80 mal 80 Meter grosse und rund 700 Kilo schwere Flagge in einer rund dreistündigen Aktion. Im vergangenen Jahr hatte das Spektakel aufgrund des schlechten Wetters nicht stattfinden können. In früheren Jahren war das riesige Stoffstück mehrmals gerissen.

Feuerwerke sind dieses Jahr wegen der Dürre dünn gesägt. Gewisse Gemeinden setzten - unter anderem aus Umwelt- und Lärmüberlegungen - stattdessen auf Darbietungen mit Drohnen, Wasser oder Licht.

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