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Haie töten im Jahr 2025 unterdurchschnittlich viele Menschen
Im Jahr 2025 wurden weltweit 65 unprovozierte Haiangriffe auf Menschen registriert. Das sind etwas weniger als im Zehnjahres-Durchschnitt von 72.
Das teilte die Datenbank Isaf des Florida Museum of Natural History in Gainesville (USA) mit.
Demnach endeten neun Fälle tödlich. Einer davon betraf eine 25-jährige Schweizerin, die im November bei einer Haiattacke in Australien ums Leben kam, wie die örtliche Polizei und das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) damals auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigten.
Sehr geringe Wahrscheinlichkeit
Die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Haiangriffs ist damit extrem niedrig. Blitze verursachten jedes Jahr geschätzt 24'000 Todesfälle weltweit, hiess es vom Museum. Das sind rund 370 Blitztote für jeden Toten durch einen Haiangriff.
Die USA blieben mit 38 Prozent der erfassten Fälle Spitzenreiter, wie es weiter hiess. Auf Australien entfielen 32 Prozent der Angriffe - und 56 Prozent der tödlich geendeten. Die Küsten des Landes sind Heimat der drei Arten, die für die schwersten Bisse verantwortlich sind: Weisser Hai, Tigerhai und Bullenhai. Insgesamt sind in australischen Gewässern zudem alle 13 Haiarten vertreten, von denen bekannt ist, dass es zu Angriffen auf Menschen kommen kann.
Oft trifft es Surfer
Erneut betrafen rund ein Drittel der erfassten Angriffe weltweit Surfer. "Die Menschen surfen dort, wo es gute Wellen gibt, und wo es gute Wellen gibt, gibt es Trübungen, und wo es Trübungen gibt, gibt es oft Fische, die Haie anziehen", hatte Gavin Naylor, Direktor des Haiforschungsprogramms des Naturkundemuseums, im Jahr zuvor erklärt. Die Trübung verringere zudem die Sicht und mache Fehlangriffe wahrscheinlicher.
Die Schweizerin, die in Australien bei einer Haiattacke ums Leben kam, soll zusammen mit ihrem Freund vor der Crowdy Bay an der Ostküste Australiens mit Delfinen geschwommen sein, als das Unglück passierte. Auch der Freund wurde verletzt.
Nur unprovozierte Angriffe
Im Jahresbericht der Isaf (International Shark Attack File) sind Angriffe dokumentiert, bei denen der Mensch die Attacke des Hais nicht provoziert hat. Fälle, in denen das Tier absichtlich oder unbeabsichtigt berührt oder gereizt wurde - etwa beim Speerfischen oder beim Versuch, einen Hai aus einem Netz zu befreien - werden nicht aufgenommen.
Die Populationen grosser Haiarten sind Untersuchungen zufolge heute wesentlich kleiner als noch vor einigen Jahrzehnten. Nach Angaben des Florida Museum of Natural History gibt es rund 1200 Arten von Knorpelfischen, über 500 davon sind Haiarten. Zahlreiche Arten sind laut Naylor jedoch gefährdet.

















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