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Keystone-SDA | Mittwoch, 29. April 2026

Haitianisch-schweizerischer Autor von "Im falschen Leben" gestorben

Der Autor Jean-Raoul Austin de Drouillard ist als Kind aus Haiti unter tragischen Umständen nach Basel gekommen und dort aufgewachsen. Anfang Mai erscheint sein autofiktionaler Roman "Im falschen Leben" auf Deutsch. Nur wenige Tage vorher ist er in Basel gestorben.

Der Basler Lenos Verlag hat für den 4. Mai den Roman "Im falschen Leben. Eine Jugend" angekündigt - und am Mittwoch, nur wenige Tage vorher mitgeteilt, dass dessen Autor Jean-Raoul Austin de Drouillard "nach kurzer, schwerer Krankheit" gestorben ist. Austin de Drouillard wurde 83 Jahre alt.

In seinem Roman erzählt der Autor, der selber am 23. Dezember 1942 in Port-au-Prince geboren wurde, von einem Jungen aus Haiti. In den 1950er Jahren, unter dem Diktator François Duvalier, wurden bei einem brutalen Überfall die Eltern des Jungen ermordet. Ein Freund der Familie rettete den damals Sechsjährigen in die Schweiz.

Aufgewachsen ist er dann in Basel, in grossbürgerlich-jüdischen Verhältnissen im Haus Schöneck in der Basler Altstadt. Über die Ereignisse in Haiti wurde dort geschwiegen. Der grenzenlosen und verwöhnenden Liebe seines Beschützers fühlt er sich ausgeliefert und die Erziehungsideale bleiben ihm fremd: dem Judentum zugehörig, humanistische Bildungsinhalte, sportliche Aktivitäten.

Die Jugendjahre sind geprägt von seinem seelischen Trauma, von der Suche nach der eigenen Identität und einer kulturellen Heimat. Nur allmählich gelingt es ihm, dem alltäglichen Rassismus mit bissigem Humor zu begegnen, übergriffigen Beziehungen standzuhalten und unabhängig seine eigenen Ziele zu verfolgen.

Eigene Geschichte fiktionalisiert

Diese fiktionalisierte Romangeschichte entspricht in den Grundzügen der des Autors. Ab den 1970er Jahren hat Jean-Raoul Austin de Drouillard in Deutschland französische Sprach- und Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie studiert. Es folgten Studien in Kanada, Frankreich und Basel. Sein berufliches Leben verbrachte er in unterschiedlichen Funktionen in der universitären Lehre und Forschung in Frankreich, Kanada und Botswana.

Seine letzten Jahre verlebte er in Botswana, in Kanada und zeitweise in Basel. Dort ist er am 28. April gestorben. Seinen Roman hat er wenige Tage vorher, frisch aus der Druckerei, noch in Händen gehalten.

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