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Keystone-SDA | Freitag, 12. Juni 2026

Handtasche aus angeblichen T-Rex-Hautzellen findet keinen Abnehmer

Eine angeblich aus rekonstruierten Zellen eines Tyrannosaurus Rex hergestellte Handtasche, die für einen Mindestpreis von 300.000 Euro hätte versteigert werden sollen, hat am Ende keinen neuen Besitzer gefunden. Das höchste Gebot für die Saurier-Handtasche habe bei lediglich 150.000 Euro gelegen, daher sei die Versteigerung abgesagt worden, teilte das Auktionshaus Drouot am Donnerstagabend in Paris mit.

Die schlichte schwarze Tasche war im Frühjahr bereits in Amsterdam präsentiert worden. Das Material dafür wurde laut Auktionshaus aus Kollagenresten von einem Oberschenkelknochen eines T-Rex-Sauriers hergestellt. Der Knochen war vor 25 Jahren im US-Bundesstaat Montana gefunden worden.

"In den vergangenen Jahren ist es gelungen, Techniken, Biotechnologien zu entwickeln, mit denen man eine Zellkultur dazu bringen kann, im Labor echte T-Rex-Haut zu entwickeln'", sagte der an der Auktion beteiligte Paläontologe Iacopo Briano. Daher gebe es nun eine Tasche aus der Haut eines vor 67 Millionen Jahren ausgestorbenen Tieres.

Die US-Paläontologin Mary Schweitzer bestritt jedoch, dass es sich um T-Rex-Leder handle. Kollagen sei ein generisches Molekül, das bei vielen Tieren vorkomme.

Das Auktionshaus Drouot hatte die Tasche als "beispielloses Luxusobjekt" angepriesen. Zudem eröffne das zugrunde liegende wissenschaftliche Verfahren die Möglichkeit, Ledertaschen herzustellen, ohne dafür Tiere töten zu müssen.

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