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Haugan fängt Meillard ab, McGrath gewinnt die Kugel
Loïc Meillard schliesst die Saison mit einem 2. Platz im Slalom in Hafjell ab. Norwegen sichert sich durch Timon Haugan den Tagessieg und durch Atle Lie McGrath die kleine Kristallkugel.
Meillard wurde seinem Ruf als Spezialist für Frühlingsrennen einmal mehr gerecht. Nach dem 2. Platz am Vortag im Riesenslalom liess er im Stangenwald von Hafjell einen weiteren 2. Platz folgen. Im Vorjahr hatte es in der norwegischen Skistation in der Nähe von Lillehammer kein Vorbeikommen am Westschweizer gegeben, der sowohl den Riesenslalom als auch den Slalom gewinnen konnte.
Bei Halbzeit sah alles nach einem weiteren Triumph des Olympiasiegers aus. In der Entscheidung büsste er seinen grossen Vorsprung von 0,79 Sekunden auf den entfesselten Timon Haugan jedoch ein und hatte am Ende einen Rückstand von 0,44 Sekunden auf den Norweger, der im Slalom zum sechsten Mal zuoberst auf das Podest stieg. Dieses komplettierte der Finne Eduard Hallberg, der in der Entscheidung fünf Plätze gutmachte.
Ein enttäuschter Meillard
"Ich bin enttäuscht, weil ich nicht mein bestes Skifahren gezeigt habe im zweiten Lauf", sagte der als Perfektionist bekannte Meillard nach dem Rennen gegenüber SRF. "Schade, konnte ich die Saison nicht mit einem perfekten Lauf abschliessen. Aber am Ende ist ein weiteres Podest im Slalom wunderschön."
Dass Meillard bereits vor dem Rennen aus der Entscheidung um den Disziplinensieg gefallen war, lag an vier Ausfällen. "An der Konstanz vom Start zum Ziel muss ich arbeiten", zeigte sich der Westschweizer selbstkritisch. Gleichzeitig hob er das Positive heraus: "Jedes Mal, wenn ich ausgeschieden bin, war ich schnell unterwegs."
Ein überglücklicher McGrath
Eine Genugtuung war der Saisonabschluss für Atle Lie McGrath. Der Norweger, der an den Olympischen Spielen als Führender im zweiten Lauf ausgeschieden war, sicherte sich die kleine Kugel für den konstantesten Slalomfahrer der Saison. Der 25-Jährige kam zwar nicht über Platz 8 hinaus. Da seinem ärgsten Verfolger Lucas Pinheiro Braathen im zweiten Lauf jedoch ein Einfädler unterlief und er mit 77 Punkten Vorsprung auf Clément Noël (5.) ins letzte Rennen stieg, reichte ihm diese Klassierung für die erste Kristallkugel seiner Karriere.
Suchte McGrath nach dem Aus in Bormio das Weite, kullerten nun bei der Umarmung mit seinem Jugendfreund Pinheiro Braathen Tränen der Freude über seine Wangen.



















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