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Keystone-SDA | Mittwoch, 29. Juli 2026

Haustiere machen laut Studie nicht per se glücklich

Machen Haustiere glücklich und gesund? Eine neue Schweizer Studie sät Zweifel. Besitzerinnen und Besitzer von Hund, Katze und Co. schneiden teils sogar schlechter ab als Menschen ohne Tiere.

Für die am Mittwoch im Fachjournal "Plos One" veröffentlichte Untersuchung werteten Forschende der Universität Basel sowie des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts, der Universität Luzern und der Open University in den Niederlanden Daten von über 2300 Menschen in der Schweiz aus und verglichen dabei Menschen mit und ohne tierische Mitbewohner.

Das unerwartete Ergebnis: Einen allgemeinen, messbaren Vorteil für die körperliche Gesundheit oder das seelische Wohlbefinden durch die reine Tierhaltung konnten sie nicht feststellen. Tierhalterinnen und Tierhalter berichteten im Schnitt sogar von einem etwas schlechteren Gesundheitszustand und rauchten geringfügig mehr Zigaretten pro Tag.

Auch bei Einsamkeit, Lebenszufriedenheit oder Arztbesuchen zeigten sich kaum Unterschiede zu Menschen ohne Tiere.

Beziehung und Tierart machen Unterschied

Bedeutet das, dass Tiere uns nicht guttun? Laut den Forschenden nicht unbedingt. Hinter den Zahlen könnte sich ein sogenannter Selektionseffekt verbergen: Es sei möglich, dass Menschen, die ohnehin gesundheitlich beeinträchtigt sind, unter Stress stehen oder sich einsam fühlen, sich häufiger ein Haustier als Trostpflaster oder emotionalen Anker anschaffen.

Die Studie macht deutlich, dass Haustierhaltung etwas Individuelles ist. Ob ein Tier als unterstützend wahrgenommen wird, hängt demnach stark von der investierten Zeit und der jeweiligen Tierart ab. Wer viel Zeit mit seinem tierischen Begleiter verbringt, erlebt der Studie zufolge das Tier als spürbar stärkere Stütze im Alltag. Hunde wurden als die grösste emotionale Stütze wahrgenommen. Frauen berichteten ausserdem von einer stärkere Bindung zu ihrem Tier als Männer.

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