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Keystone-SDA | Donnerstag, 11. Juni 2026

Hegseth: Guantánamo-Häftlinge hätten längst hingerichtet werden sollen

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat sich nach einem Besuch des US-Stützpunkts Guantánamo Bay auf Kuba für eine Hinrichtung der dort in einem Gefangenenlager Inhaftierten ausgesprochen.

"Meiner persönlichen Meinung nach hätten die Häftlinge in Guantánamo wegen ihrer Verbrechen gegen das amerikanische Volk schon längst hingerichtet werden sollen", sagte er vor Journalisten in Tampa im US-Bundesstaat Florida.

Hegseth reagierte damit auf die Frage einer Journalistin, die wissen wollte, warum die 15 noch verbliebenen Häftlinge in Guantánamo Bay nicht hingerichtet würden, um den Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001 Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Nach Angaben des Pentagons von Anfang 2025 wurden von den 15 Häftlingen bislang nur zwei von Militärgerichten verurteilt, gegen sieben weitere laufen demnach noch Verfahren.

Umstrittener Militärstützpunkt Guantánamo

Der Militärstützpunkt von Guantánamo Bay liegt an der südöstlichen Küste Kubas. Das Territorium steht seit 1903 wegen eines umstrittenen Pachtvertrags unter US-Kontrolle. Seit dem Sieg der kubanischen Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959 betrachtet Kuba den unbefristeten Vertrag als ungültig.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 errichteten die Vereinigten Staaten in Guantánamo ein umstrittenes Gefangenenlager. Zeitweise waren dort fast 800 Menschen inhaftiert. Mutmassliche islamistische Terroristen wurden dort lange ohne Prozess festgehalten, teils auch gefoltert.

Die Bemühungen mehrerer US-Regierungen, das Gefängnis ganz zu schliessen, scheiterten lange daran, dass es an Ländern mangelte, die die verbliebenen Häftlinge aufnehmen. Menschenrechtsgruppen kritisieren die andauernde Inhaftierung der verbliebenen Männer sowie den Einsatz von Militärgerichten gegen die Häftlinge.

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