/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Siga-Podcast

Siga-Podcast

Ä Ohr voll Heimat – der Siga-Podcast vom «Sarganserländer»

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Buchshop

Buchshop

Hier finden Sie die von der SL Druck + Media AG herausgegebenen Bücher.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Aktuell
Keystone-SDA | Donnerstag, 25. Juni 2026

Hitzige Sommernächte: Glühwürmchen blinken im Paarungsrausch

In lauschigen Nächten steigen die besten Partys – das gilt auch bei Glühwürmchen. Glühwürmchen finden die Hitze super.

Das grünliche Blinken der Tiere ist aktuell besonders oft in Gärten und an Wegrändern zu sehen. Das heisse Wetter der letzten Tage komme den Käfern entgegen, solange nicht abends zur Flugzeit Gewitter niedergehen, sagte Helge May vom Naturschutzbund (Nabu). Zumindest bisher sei von einem guten Glühwürmchenjahr auszugehen.

Glühwürmchen sind vor allem bei dauerhaft warmem und eher feuchtem Wetter aktiv – die vergangenen Tage mit hohen Temperaturen und regionalen Regenschauern dazwischen waren dafür ideal.

"Wenn es in der Luft gespenstisch leuchtet, sind das immer Männchen des Kleinen Leuchtkäfers", erklärte May. Die flugunfähigen Mädels sitzen leuchtend am Boden oder auf erhöhten Sitzplätzen und warten auf Bewerber.

Das Leuchtspektakel beginnt dem Nabu zufolge typischerweise gegen 22 Uhr und dauert bis etwa Mitternacht. Wer es erleben will, sollte sich trotzdem beeilen: Üblicherweise lässt die Aktivität im Laufe des Juli deutlich nach, vielerorts ist etwa Mitte Juli der Höhepunkt bereits vorbei.

Lampe am Hinterteil

Glühwürmchen erzeugen ihr Licht durch einen Prozess namens Biolumineszenz. Dabei reagieren unter anderem das Enzym Luciferase und der Stoff Luciferin miteinander – anders als bei einer Flamme entsteht dabei nahezu keine Wärme. Das Leuchtorgan sitzt auf der Bauchseite des Hinterleibs, der Chitinpanzer ist dort ausgedünnt und lichtdurchlässig.

Bis aus einem Ei ein erwachsener Käfer wird, vergehen bei unseren Leuchtkäfer-Arten im Schnitt rund drei Jahre. Aus dem im Waldboden oder an feuchten Oberflächen abgelegten Ei schlüpft nach einigen Wochen eine asselähnliche Larve. Sie bevorzugt feuchte Wiesen, Waldränder und gehölznahe Bereiche und häutet sich während ihrer Entwicklung mehrfach.

Nach etwa drei Jahren Larvenphase folgt die Verpuppung. Kurz darauf schlüpft der fertige Käfer – und begibt sich rund um die Sommersonnenwende auf Partnersuche. Das Erwachsenenleben dauert nur kurz: Die Männchen leben meist nur wenige Tage bis wenige Wochen und sterben nach der Paarungszeit, die Weibchen etwas später, nachdem sie ihre Eier abgelegt haben. Damit beginnt der nächste Glühwürmchen-Lebenszyklus.

Warum Hobbygärtner Glühwürmchen lieben sollten

Schnecken-geplagte Gartenbesitzer sollten wissen: Glühwürmchen-Larven jagen gezielt Nacktschnecken. Die Larven folgen der Schleimspur, rammen ihren Kiefer in die Schnecke und injizieren eine lähmende, vorverdauende Flüssigkeit – ein Giftbiss, der für die Schnecke tödlich ist.

Wer nun besonders viele Glühwürmchen haben möchte, sollte in seinem Garten einiges beachten:

* Künstliche Beleuchtung minimieren. Helle Lampen und Dauerbeleuchtung erschweren es den Leuchtkäfern, die Lichtsignale ihrer Partner zu erkennen.

* Keine Chemie im Garten. Schneckenkorn zum Beispiel dezimiert nicht nur Schnecken, sondern tötet auch die Glühwürmchen-Larven, die die Schnecken fressen.

* Wiese statt Zierrasen. Höhere Gräser und Wildpflanzen bieten Deckung und ein feuchteres Mikroklima für Weibchen und Larven.

* Naturnahe Strukturen schaffen. Hecken, Totholz, Steinhaufen und Schnittguthaufen bieten Unterschlupf und feuchte Rückzugsräume für Larven sowie erhöhte Sitzplätze für leuchtende Weibchen. Die in Schnittguthaufen entstehende Wärme kann die Tiere zusätzlich anziehen.

Glühwürmchen umschwirrten schon die Dinos

Schon Dinosaurier könnten Glühwürmchen-ähnliche Lichter gesehen haben: Biolumineszenz bei Insekten gab es nach heutigem Wissensstand bereits in der Kreidezeit.

Ein in Bernstein eingeschlossenes, den Leuchtkäfern (Lampyridae) zugerechnetes Insekt lebte vor etwa 99 Millionen Jahren, wie Forschende 2024 im Fachjournal „Proceedings B“ der britischen Royal Society berichteten. Auch andere leuchtfähige Insekten aus dieser Zeit sind bereits beschrieben worden.

Heute sind weltweit mehr als 2000 Arten von Leuchtkäfern bekannt, in Mitteleuropa kommen jedoch nur wenige Arten vor – darunter Kleiner Leuchtkäfer, Grosser Leuchtkäfer und Kurzflügel-Leuchtkäfer. Bei einigen tropischen Arten blinken ganze Schwärme synchron und erzeugen dabei eindrucksvolle, pulsierende Lichtwellen am Nachthimmel.

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.