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Hohe Energiepreise treiben Inflation in der Eurozone nach oben
Energie verteuerte sich in der Eurozone binnen eines Jahres um fast 19 Prozent. Das treibt die Inflation auf den höchsten Stand seit drei Jahren - und setzt die EZB weiter unter Druck.
Die Inflation in der Eurozone ist wegen hoher Energiepreise auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise im September um 3,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Dies ist die höchste Inflationsrate in den Ländern mit der Euro-Währung seit September 2023. Eine erste Schätzung wurde wie erwartet bestätigt.
Im August hatte die Inflationsrate bei 3,2 Prozent gelegen und im Juli bei 2,9 Prozent. Die Teuerung steigt damit immer stärker über das von der Europäischen Zentralbank (EZB) angestrebte Ziel von mittelfristig zwei Prozent, bei dem die EZB die Preisstabilität als gewährleistet ansieht. Zuletzt hatte die Notenbank die Leitzinsen im September wegen der erhöhten Inflation angehoben. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins stieg um 0,25 Prozentpunkte auf 2,50 Prozent.
Starker Preistreiber war Energie. Im September hat sich der Anstieg der Energiepreise erneut beschleunigt. Hier meldet Eurostat ein Plus von 18,9 Prozent im Jahresvergleich. Hintergrund sind die Folgen des Kriegs zwischen dem Iran und den USA mit einer Behinderung von Öltransporten aus den Fördergebieten am Persischen Golf. Eine nachhaltige Öffnung der Strasse von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht.
Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, legte hingegen weniger stark zu. Sie stieg wie erwartet von 2,4 Prozent im Vormonat auf 2,5 Prozent.
In Deutschland war die Inflationsrate laut dem europäischen Verbraucherpreisindex HVPI im September ebenfalls deutlich gestiegen, auf 3,3 Prozent. Besonders stark war die Teuerung in Spanien, wo die Rate auf 5,0 Prozent stieg. In Italien kletterte sie auf 4,2 Prozent und in Frankreich auf 3,4 Prozent.

















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