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Keystone-SDA | Mittwoch, 12. August 2026

ILO: KI erschwert Berufseinstieg für junge Menschen

Für junge Menschen wird der Einstieg ins Berufsleben weltweit schwieriger. Künstliche Intelligenz (KI) erschwere die Einstiegschancen, berichtet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).

Weitere Gründe seien das schwache Wirtschaftswachstum, eine zurückhaltende Einstellungspolitik, geopolitische Spannungen und der rasche technologische Wandel.

Gerade Jobs, über die viele junge Menschen bislang ins Berufsleben einstiegen, könnten sich durch Automatisierung und generative KI besonders schnell verändern. Die ILO nennt kaufmännische und administrative Tätigkeiten, Jobs im Verkauf und im Dienstleistungsbereich sowie Stellen in der Produktion und in einigen technischen Berufen.

Neue Kenntnisse nötig

Einige der Jobs blieben zwar, stellten aber neue Anforderungen. Gefragt seien deshalb digitale Kenntnisse, die Fähigkeit zur Kontrolle von KI-Ergebnissen und ein Verständnis dafür, wann menschliches Urteil notwendig bleibt. Gleichzeitig wachse die Nachfrage in wissensintensiven technischen Berufen weiter, etwa Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Gesundheitswesen sowie Informations- und Kommunikationstechnologien.

Die Organisation fordert deshalb mehr Investitionen in gute Bildung, berufliche Ausbildung, lebenslanges Lernen und Ausbildungsplätze.

Jugendarbeitslosigkeit gestiegen

Die Jugendarbeitslosigkeit stieg zwischen 2023 und 2025 nach Angaben der ILO von 12,3 auf 12,4 Prozent. Das entspreche 67 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren. Den stärksten Anstieg hätten Nordafrika, Nordamerika sowie Europa verzeichnet. In Europa lag die Quote nach diesen Angaben bei 15 Prozent.

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