/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Siga-Podcast

Siga-Podcast

Ä Ohr voll Heimat – der Siga-Podcast vom «Sarganserländer»

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Buchshop

Buchshop

Hier finden Sie die von der SL Druck + Media AG herausgegebenen Bücher.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Kultur
Keystone-SDA | Donnerstag, 18. Juni 2026

Im Drama "Von dem, was bleibt" fehlen die Worte

In einem stillen, bildstarken Film erzählt die Regisseurin und Drehbuchautorin Lisa Blatter die Geschichte eines Paars, das sein ungeborenes Kind verliert. "Von dem, was bleibt" ist so schwer zu fassen, wie die Situation, um die es geht.

Voller Liebe und Vorfreude erwarten Tierpräparatorin Selma (Carla Juri) und Boxtrainer Nori (Dashmir Ristemi) ihr erstes gemeinsames Kind. Doch als Nori eines Tages vom Gipfeliholen zurückkehrt, findet er eine leere Wohnung vor - und das Bett voller Blut. Auch er hat eine blutige Wunde am Kopf und einen Verband an der Hand. Wie das passiert ist, kann er sich nicht erklären. Er erinnert sich vage an die Begegnung mit einem bellenden Hund. Oder war es ein Wolf? Und überhaupt: Wo ist Selma?

Selma hat an diesem Tag ihr Baby verloren. "Es ist gegangen" ist das einzige, was sie sagt, als sie später vom Spital zurückkehrt und den verletzten Nori vorfindet. In derselben Stille, der Wortlosigkeit des Paares, das um sein Kind trauert, bleibt der Film bis zum Ende versunken. Gleichzeitig bricht ihre Welt immer weiter auseinander. Nori soll in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen sein, dann kommt aus, dass das verlorene Mädchen gar nicht sein erstes Kind gewesen wäre, und Selma geht es nicht nur psychisch, sondern auch körperlich schlecht.

Rätselhafte Zusammenhänge

Wie hält eine Beziehung das alles aus? Ist das die Frage, die Lisa Blatter ("Europe, She Loves", "Skizzen von Lou") in diesem stillen Drama stellt? Beantwortet wird sie zumindest nicht. Zu karg und schwerfällig ist die Kommunikation zwischen Nori und Selma, zu unklar das Ende. Wenn, dann ist die Orientierungslosigkeit des Paares, an der Handlung abzulesen. Diese lässt sich aufgrund ihrer Dichte, rätselhafter Zusammenhänge und der komplizierten Verschachtelung der Geschehnisse kaum zusammenreimen.

"Und die Luft war voller Gedanken und Dinge, die man sagen konnte. Aber in solchen Momenten werden immer nur die kleinen Dinge gesagt. Grosse Dinge lauern ungesagt im Inneren." Wenn dieses Zitat von der indischen Schriftstellerin Arundhati Roy ("Gott der kleinen Dinge") nach dem Filmende eingeblendet wird, wird klar: In "Von dem, was bleibt" geht es weniger um die Frage nach dem Umgang mit einer Fehlgeburt. Es geht darum, das Verlorensein, den Schmerz und das Gefühl der Ohnmacht im Hinblick auf die Zukunft spürbar zu machen. Das, was bleibt.*

*Dieser Text von Miriam Margani, Keystone-SDA, wurde mithilfe der Gottlieb und Hans Vogt-Stiftung realisiert.

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.