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Keystone-SDA | Mittwoch, 30. September 2026

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Nico Hischier schlägt während der Saisonpause neue Wege ein. Gleichzeitig hat er mit den New Jersey Devils noch einiges vor und ist vom eingeschlagenen Weg überzeugt.

Dass Nico Hischier ein aussergewöhnliches Talent ist, war schon früh ersichtlich. Jedoch bringt er weit mehr als das mit. Nicht nur ist er trotz seines Erfolgs bodenständig geblieben, er ist auch jemand, der stets nach Möglichkeiten sucht, sich weiterzuentwickeln. "Ich bin eine sehr neugierige Person", sagt der 27-jährige Center im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Neue Perspektiven

Themen, die Hischier sehr beschäftigen, sind die Gesundheit und das Wohlbefinden, wobei ihn schon seit ein paar Jahren das Zusammenspiel zwischen dem Gehirn und Bewegungen interessiert. So weckte das Sensopro Luna, ein Trainingsgerät, mit dem Gleichgewicht, Koordination und Stabilität trainiert werden, seine besondere Aufmerksamkeit.

Als Hischier die Menschen hinter dem Unternehmen kennenlernte sowie ihre Energie und Leidenschaft erlebte, entschloss er sich, als Investor, aktiver Begleiter und Botschafter einzusteigen. Dabei fasziniert ihn auch, erste Einblicke in die Geschäftswelt zu erhalten. Er möchte dabei mithelfen, das Gerät mit Inputs weiterzuentwickeln, denn die Koordination werde vielfach vernachlässigt, so Hischier.

Erfinder und Gründer von Sensopro ist Kaspar Schmocker, ein ehemaliger Nationalspieler im Unihockey, der Sportwissenschaften studiert hat. Die Anregung kam von seinem Onkel, der weltweit Fitness-Trends verfolgt und eines Tages am Mittagstisch sagte: "Komm, wir entwickeln ein Sportgerät." Als sie dann Schmockers Göttikind auf dem Trampolin sahen, schauten sie sich gegenseitig an. Noch am gleichen Tag schnitten sie das Trampolin auseinander - mit der Idee, ein Gerät mit unabhängig voneinander beweglichen Flächen zu entwickeln. "Es waren sehr viele intuitive Schritte", erklärt Schmocker, "ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich eine klare Vision gehabt habe".

Blick auf die neue Saison

Zurück zu Hischier: Das Gerät möchte er auch seinen Teamkollegen bei den New Jersey Devils schmackhaft machen. Er kann es sich gut vorstellen, nach der Karriere in der Gesundheitsbranche tätig zu sein, ist aber jemand, der bevorzugt im Hier und Jetzt versucht zu leben. So gilt sein ganzer Fokus der kommenden NHL-Saison, in der die Devils einiges gutzumachen haben. In der vergangenen Spielzeit verpassten sie die Playoffs deutlich.

Das hatte Folgen. So wurde Tom Fitzgerald als General Manager von New Jersey abgesetzt und durch Sunny Mehta ersetzt. Der 48-Jährige arbeitete in den letzten sechs Jahren in der Organisation der Florida Panthers und war damit hautnah bei zwei Stanley-Cup-Triumphen dabei. "Er ist ein angenehmer und cleverer Typ, der einen Plan hat und ihn durchzieht", sagt Hischier über Mehta.

Dass Hischier vom Projekt überzeugt ist, unterstreicht, dass er den Vertrag vorzeitig um fünf Jahre bis 2032 verlängert hat. Der neue Kontrakt hat einen Gesamtwert von 58,5 Millionen Dollar. Das ergibt einen durchschnittlichen Lohn von 11,7 Millionen Dollar pro Jahr, womit er dann der bestverdienende Schweizer in der NHL sein wird. Jedoch war für ihn die Vision der Franchise ausschlaggebend. "Mein Bauchgefühl sagte mir, dass ich daran glaube, mit New Jersey meine Ziele erreichen zu können", erklärt Hischier, der bereits seine zehnte Saison bei den Devils in Angriff nimmt, die siebente als Captain. Er wolle weiter 100 Prozent geben, damit sie wieder in die richtigen Bahnen kämen. "Deshalb habe ich dieses Zeichen gesetzt."

Das Team, zu dem mit Timo Meier und Jonas Siegenthaler zwei weitere Schweizer gehören, scheint auf dem Papier breiter aufgestellt zu sein. Der prominenteste Neuzugang ist Stürmer Anthony Mantha von den Pittsburgh Penguins, der in der vergangenen Saison 33 Tore erzielt hat. Hischier ist jedenfalls gespannt, zu was die Devils fähig sind, und seine Batterien sind wieder aufgeladen.

"Die Zeit in der Schweiz brauche ich", sagt der Walliser. Sie half ihm auch, die dritte Niederlage in Serie in einem WM-Final (0:1 n.V. gegen Finnland) zu verarbeiten. "Verdaut ist das Ganze, aber es war eine Niederlage, die dich etwas stichelt, und das bleibt, glaube ich. Was ich gemacht habe: Ich reflektierte die WM-Spiele und versuchte in der Folge, eine andere Perspektive draufzusetzen. So brachte ich es in Verbindung mit guten Gefühlen, mit Dankbarkeit, denn eine solche Heim-WM zu erleben, ist nicht selbstverständlich. Es war wirklich eine tolle Zeit mit den Jungs, mit den Fans. Ich hoffe, dass ich das eines Tages nochmals erleben kann."

Eines scheint sicher: Dank seiner Neugier wird Hischier auch künftig immer wieder neue Wege einschlagen.

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