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Keystone-SDA | Samstag, 17. Oktober 2026

Iran meldet erneut Explosion an Supertanker

Im Konflikt um die Strasse von Hormus ist nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden erneut ein Supertanker auf eine Seemine aufgefahren. Es sei heute zu einer "gewaltigen Explosion im Maschinenraum" des Tankers gekommen, hiess es in einer Erklärung der mächtigen Militärorganisation. Das Schiff sei in der Folge zum Stillstand gekommen. Bereits in der Nacht hatten die Revolutionsgarden einen ähnlichen Vorfall gemeldet.

Zunächst war unklar, wo sich der Vorfall genau ereignete. Die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) berichtete heute über zwei Angriffe auf Tankschiffe Hunderte Kilometer entfernt von der Strasse von Hormus im Persischen Golf nahe der Küste Saudi-Arabiens. Diese seien jedoch bereits am Freitag erfolgt.

Zentraler Konfliktpunkt zwischen Teheran und Washington

Die an ihrer engsten Stelle nur 35 bis 40 Kilometer breite Strasse von Hormus ist im Iran-Krieg zum zentralen Konfliktpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. Die Meerenge ist für den weltweiten Handel mit Öl und Flüssiggas von grosser Bedeutung. Der Iran blockiert seit Beginn des Krieges Ende Februar mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr weitestgehend. Die USA wiederum blockieren iranische Häfen und Küstengebiete, um der Islamischen Republik Einnahmen aus dem Ölexport zu verwehren.

Das Regionalkommando Centcom hatte diese Woche noch eine ähnliche Meldung der Revolutionsgarden über die Explosion einer Seemine am Öltanker "El Gaia" zurückgewiesen. Dieser sei bereits im vergangenen Monat von einer iranischen Rakete getroffen worden. Am vergangenen Wochenende habe der Iran das Schiff dann erneut mit einer Drohne angegriffen. Ein Containerschiff war diese Woche ausserdem nach Beschuss gesunken. In den vergangenen Wochen haben Irans Streitkräfte ihre Angriffe intensiviert.

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