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Ausland
Keystone-SDA | Mittwoch, 01. April 2026

Irans Präsident schickt Botschaft an Amerikaner

In einem offenen Brief an die amerikanische Nation kritisiert Irans Präsident Massud Peseschkian den Krieg der USA gegen sein Land als eine absurde und für die USA kostspielige Operation.

"Die Welt befindet sich heute an einem Punkt, an dem die Fortsetzung eines Konfrontationskurses kostspieliger und ergebnisloser ist denn je,", schrieb der Präsident in seiner Botschaft. Der Iran habe in seiner Geschichte viele Aggressoren gesehen. Von denen blieb in den Geschichtsbüchern laut Peseschkian aber nur ein "Name der Schande". Die Entscheidung zwischen Krieg und Frieden würde die Zukunft ganzer Generationen prägen.

Für iranische Verhältnisse ist ein offener Brief an das amerikanische Volk eher ungewöhnlich. Daher werten Beobachter ihn als Versuch des Irans, die amerikanische Öffentlichkeit von der Fehlentscheidung ihrer Regierung zu überzeugen und so indirekt eine Waffenruhe zu erzwingen.

Die Angriffe auf die Infrastruktur des Irans richten sich Peseschkian zufolge unmittelbar gegen die iranische Bevölkerung. Diese Attacken seien nicht nur ein Kriegsverbrechen, sondern ihre Folgen würden auch über die iranischen Grenzen hinaus eine gesamte Region treffen. "Das ist am Ende dann ein Teufelskreis und das Säen von immer mehr Feindseligkeit, dessen Auswirkungen noch jahrelang andauern", schrieb der iranische Präsident.

Rede von Trump mit Spannung erwartet

Der von Israel und den USA begonnene Krieg befindet sich bereits in der fünften Woche. Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, der Iran habe um eine Waffenruhe gebeten haben. Das wies Irans Aussenamtssprecher umgehend zurück. Die Aussagen Trumps seien falsch und unbegründet, wurde Ismail Baghai vom Staatssender Irib zitiert. Trump schrieb die Bitte um eine Waffenruhe Irans "neuem Regime-Präsidenten" zu. Wen er genau damit meint, blieb unklar.

Trump will sich am Mittwochabend (US-Ostküstenzeit) mit einer Rede an die eigene Nation wenden. Er hatte dem Iran ein Ultimatum gestellt, das in der Nacht zum 7. April deutscher Zeit auslaufen wird. Bis dahin soll das Land die Schifffahrt durch die für den Öltransport wichtige Strasse von Hormus wieder freigeben. Seit Israel und die USA am 28. Februar den Krieg begonnen hatten, kam die Schifffahrt dort quasi zum Erliegen.

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