/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Siga-Podcast

Siga-Podcast

Ä Ohr voll Heimat – der Siga-Podcast vom «Sarganserländer»

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Buchshop

Buchshop

Hier finden Sie die von der SL Druck + Media AG herausgegebenen Bücher.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Ausland
Keystone-SDA | Donnerstag, 22. Mai 2025

Israel lässt weitere Hilfe nach Gaza - Verteilung ungewiss

Während Hunderttausende notleidende Menschen im Gazastreifen weiter auf lebensrettende Hilfe warten, setzt Israel seine massiven Angriffe dort fort.

Nach Ende der laufenden Grossoffensive werde "das gesamte Territorium von Gaza unter israelischer Sicherheitskontrolle stehen", verkündete Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die islamistische Hamas werde "komplett vernichtet sein", sagte er in Jerusalem. Unterdessen liess seine Regierung eine weitere kleine Menge Hilfe in das abgeriegelte Gebiet.

100 Lastwagen mit Hilfsgütern wie Mehl, Babynahrung und medizinische Ausrüstung seien über den Grenzübergang Kerem Schalom in den Küstenstreifen gebracht worden, teilte die zuständige israelische Behörde Cogat auf X mit. Am Dienstag waren 93 Lkw eingetroffen. Bislang konnte jedoch nach UN-Angaben kein Lkw die Hilfe an die Menschen ausliefern. Nach früheren UN-Angaben wären täglich rund 500 Lastwagenladungen nötig, um die Versorgung der rund zwei Millionen Palästinenser in Gaza zu garantieren.

Ärztin in Gaza: "Es ist wirklich barbarisch."

Israel hatte seit Anfang März alle Hilfslieferungen blockiert. Damit sollte der Druck auf die islamistische Hamas erhöht werden, mit der Israel seit dem Massaker vom 7. Oktober 2023 im Krieg steht. Nach israelischer Lesart stiehlt die Hamas Hilfsgüter und verkauft sie auf dem Schwarzmarkt, um ihre Kämpfer und Waffen zu finanzieren. Die UN halten dagegen, dass Israel keine Beweise dafür vorgelegt habe. Israel hatte sich zu Wochenbeginn auf Druck auch von Verbündeten hin bereit erklärt, wieder Hilfstransporte nach Gaza zuzulassen.

Israel will nach eigenen Angaben eine Hungersnot in dem grossflächig zerstörten Küstengebiet verhindern, wo es den Menschen nach mehr als anderthalb Jahren Krieg an so gut wie allem fehlt. In den noch funktionsfähigen Krankenhäusern mangelt es selbst an Skalpellen, wie die britische Chirurgin Victoria Rose im "heute Journal" des ZDF sagte. Auch Anästhetika fehlten: "Wenn wir operieren, dann halten andere Mediziner diese Patienten fest." Viele könnten nicht betäubt werden, sagte die Ärztin. "Es ist wirklich barbarisch."

Israel plant "sterile Zone" für humanitäre Hilfe

Im Zuge einer geplanten Neuaufstellung der humanitären Hilfe wird Israel im Süden Gazas eine "sterile Zone" einrichten, wie Netanjahu ankündigte. "In dieser Zone, die komplett frei von der Hamas sein wird, werden die Bewohner von Gaza umfassende humanitäre Hilfe erhalten", sagte er. US-Sicherheitsfirmen würden im Inneren des Küstengebiets Verteilungszentren einrichten und betreiben. Dies solle in den kommenden Tagen geschehen. Israel will so künftig Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen umgehen. Die UN und andere Organisationen lehnen die Pläne zur Neuaufstellung der Hilfen ab.

Netanjahu: Trumps Umsiedlungsplan Bedingung für Kriegsende

Kritiker werfen der Regierung Netanjahu zudem vor, den Bereich, in dem die Einwohner Gazas noch leben können, immer weiter einzuschränken. Er sei bereit, den Krieg zu beenden, sagte Netanjahu und nannte seine Bedingungen dafür: "Alle Geiseln werden nach Hause zurückkehren. Die Hamas wird ihre Waffen niederlegen, die Macht abgeben, ihre Führung (wer auch immer übrig bleibt) wird aus dem Gazastreifen verbannt, der Gazastreifen wird vollständig entmilitarisiert, und wir werden den Trump-Plan umsetzen", sagte Netanjahu.

Dieser Plan von US-Präsident Donald Trump sei "so revolutionär" und besage, dass "die Bewohner von Gaza, die gehen wollen, werden gehen können", sagte Netanjahu und fügte hinzu. "Wer uns auffordert, die Kämpfe einzustellen, bevor diese Ziele erreicht sind, der fordert de facto, dass die Hamas an der Macht bleibt". Trump hatte im Februar erklärt, die USA könnten Gaza übernehmen, neu aufbauen und in eine "Riviera des Nahen Ostens" verwandeln. Die Bewohner des Gazastreifens müssten dafür umgesiedelt werden. Eine Zwangsumsiedlung würde Experten zufolge gegen das Völkerrecht verstossen.

Berichte über Dutzende Tote

Das israelische Militär forderte unterdessen die Bewohner mehrerer Wohnviertel im Norden des abgeriegelten Küstenstreifens dazu auf, ihre Behausungen zu verlassen. Ein Angriff auf diese Gebiete, aus denen die Hamas Israel beschiesse, stehe unmittelbar bevor, hiess es. In den vergangenen Tagen wurden im Zuge der kürzlich angelaufenen neuen Grossoffensive der israelischen Armee jeweils Dutzende Tote gemeldet. Allein seit vergangener Nacht seien mehr als 60 Menschen getötet worden, teilte der von der Hamas kontrollierte Zivilschutz mit. Die Angaben waren nicht unabhängig überprüfbar.

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.