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Ivna Žic für Essay mit Wortmeldungen-Literaturpreis ausgezeichnet
"Die Unversehrten" heisst der Essay, für den die in Zürich und Wien lebende Autorin Ivna Žic mit dem Wortmeldungen-Literaturpreis 2026 ausgezeichnet wird. Der Preis zeichnet kurze Texte zu aktuellen gesellschaftlichen Themen aus und ist mit 35'000 Euro dotiert.
In "Die Unversehrten" thematisiert Ivna Žic die Erkrankung an Long Covid. Diese existenzielle Erfahrung nimmt sie zum Hintergrund für ihre literarische Auseinandersetzung mit Migration, Kapitalismus und neoliberaler Gesundheitspolitik.
Dabei setze die Autorin auf eigenes biografisches Material. "Es ist hier buchstäblich die Erfahrung von Krankheit, die den Text produziert, erstaunlich unsentimental und unselbstmitleidig, nüchtern und musikalisch zugleich", schreibt die Jury in einer Mitteilung von Mittwoch.
Ivna Žic schreibt Prosa, Essays, Texte für das Theater und übersetzt aus dem Englischen und Kroatischen. Für ihren Essayband "Wahrscheinliche Herkünfte" (2023) wurde sie im Folgejahr mit einem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet.
Ihr Debütroman "Die Nachkommende" (2019) war für den Schweizer und den Österreichischen Buchpreis nominiert; ausgezeichnet wurde er mit dem Anna-Seghers-Preis 2020 und dem Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis 2022. Ihre Theaterarbeiten werden im gesamten deutschsprachigen Raum aufgeführt. Geboren wurde Žic 1986 in Zagreb.
Der nun ausgezeichnete Essay "Die Unversehrten" soll im Juni 2026 als Buch erscheinen. Die Preisverleihung findet am 12. Juni in Frankfurt statt.
















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