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Keystone-SDA | Sonntag, 19. Juli 2026

Jonas Vingegaard muss Tour de France nach Sturz aufgeben

Jonas Vingegaard, Zweiter der Gesamtwertung, muss die Tour de France nach einem selbstverschuldeten Sturz rund 20 km vor dem Ziel aufgeben. Der Schlüsselbeinbruch muss operiert werden.

Der Däne kam in der 15. Etappe auf dem Plateau de Solaison in einem Kreisel zu Fall und riss dabei mehrere Teamkollegen von Visma-Lease a Bike sowie den Mexikaner Isaac del Toro mit sich. Del Toro, der spätere Etappen-Dritte, konnte das Rennen jedoch fortsetzen.

Vingegaard, Tour-de-France-Sieger der Jahre 2022 und 2023, wurde mit starken Schmerzen und dem rechten Arm in einer Schlinge in die Ambulanz gebracht. Zwei Stunden später gab sein Team bekannt, dass ein Schlüsselbeinbruch vorliege, der eine Operation erfordere.

Der Gesamtführende Tadej Pogacar konnte den Sturz vermeiden. Vingegaard, Sieger der letzten Vuelta und des letzten Giro d'Italia, lag zu Beginn dieser ersten Alpenetappe im Gesamtklassement 4:30 Minuten hinter Pogacar.

Vingegaard geht als Erster zu Boden

Der Däne war der Erste, der stürzte. Im kleinen Kreisel, den seine Teamkollegen bei der Verfolgung einer siebenköpfigen Fluchtgruppe mit sehr hohem Tempo durchfuhren, verlor er mit dem Vorderrad die Kontrolle. Auch sein Edelhelfer Sepp Kuss kam zu Fall, konnte das Rennen nach kurzer Zeit jedoch fortsetzen.

Der Sturz führte im Feld der Favoriten vorübergehend zu einer Verlangsamung. Die Gruppe um den Träger des Gelben Trikots reduzierte zunächst das Tempo, bevor sie die Fahrt wieder aufnahm.

Ein Déjà-vu

Damit war Vingegaard mal wieder im Sturzpech. Erst 2024 war er bei der Baskenland-Rundfahrt schwer gestürzt und kurz vor dem Start der Tour wieder fit geworden. Im vergangenen Jahr kam er bei Paris-Nizza zu Fall und musste aufgeben.

Am ersten Ruhetag hatte Vingegaard noch über die Rücktrittsgedanken vom vergangenen Jahr gesprochen. "Ich habe letztes Jahr gesagt: Wenn es so weitergehen soll, dann kann ich das nicht mehr machen. Deshalb haben wir auch einige Dinge geändert. Ich glaube, auch das Team hat erkannt, wie die Lage war. Sie haben mir angemerkt, dass ich im letzten Jahr nicht glücklich war", sagte der 29-Jährige dem dänischen TV-Sender TV2.

Bei der Tour wollte er Pogacar den Sieg streitig machen, zumal er in starker Verfassung an den Start gegangen war. In diesem Jahr hatte er bereits den Giro d'Italia gewonnen. Damit ist er Vingegaard der achte Fahrer in der Radsport-Historie, der alle drei Grand Tours (Tour, Giro, Vuelta) gewinnen konnte - ein Kunststück, das seinem Rivalen Pogacar noch fehlt.

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