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Keystone-SDA | Mittwoch, 08. Juli 2026

Jüngste Hitzewelle sorgt für Übersterblichkeit bei älteren Menschen

Die Hitzewelle von Ende Juni dürfte in der Schweiz viele ältere Menschen das Leben gekostet haben. In der Woche vom 22. Juni bis zum 28. Juni lag die Sterblichkeit bei den über 65-Jährigen laut den Zahlen des Bundes um 16 Prozent über dem erwarteten Wert.

In diesem Erfassungszeitraum während des Höhepunkts der Hitzewelle starben insgesamt 1278 Personen über 65 Jahren, wie den wöchentlichen Gesamtsterbefallzahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zu entnehmen war. Statistisch erwartet wurden in jener Woche durchschnittlich 1104 Todesfälle, also 175 weniger als effektiv gemessen.

Zuerst berichteten die Tamedia-Publikationen am Mittwoch über die Daten. Die gemessenen Todeszahlen sind demnach vergleichbar mit einer mittleren bis stärkeren Grippewelle im Winter. Einen ähnlichen Ausschlag im Sommer gab es zuletzt im Juli 2015, der sich schliesslich in den zweitwärmsten Sommer seit Messbeginn einreihte.

Hitze als Todesursache

Als spezifische Todesursache wird Hitze meist nicht erhoben, gleich wie viele andere Risikofaktoren. Die Anzahl Betroffener lässt sich aber statistisch erfassen. Das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut (Swiss TPH), das die hitzebedingte Sterblichkeit im Auftrag des Bundes beobachtet, verbindet hierfür die gemeldeten Todesfälle mit den gemessenen Tagestemperaturen.

Den Schätzungen des Instituts zufolge kam es in der Schweiz in den vergangenen Sommern zu jeweils rund 500 hitzebedingten Todesfällen. Im Rekordsommer 2003 erfasste Swiss TPH rund 1400 zusätzliche Todesfälle, 2015 waren es deren 747. Dass die Zahlen seither zurückgegangen sind, deutet für die Forschenden laut vergangenen Reportings darauf hin, dass die jüngsten Anpassungsmassnahmen wirken.

Die gesundheitlichen Folgen der Hitze zeigten sich Ende Juni auch in einzelnen Spitälern. Insbesondere das Zürcher Universitätsspital und die Notfallstationen im Tessin stellten einen deutlichen Anstieg von Hitzepatientinnen und -patienten fest, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ergab.

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