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Keystone-SDA | Sonntag, 08. März 2026

Keine Direktverbindung auf den Churer Hausberg

Die Churer Stimmbevölkerung hat am Sonntag einen Kredit von 40,6 Millionen Franken für eine neue Seilbahn auf den Churer Hausberg Brambrüesch abgelehnt. Noch vor sieben Jahren hiess das Volk einen 24,4 Millionen-Kredit für das Vorhaben gut.

In der Zwischenzeit hätten jedoch die Teuerung, eine detailliertere Planung, ein Landtausch und Arealbereitstellungskosten die Kosten für das Projekt explodieren lassen, begründete die Stadt den Anstieg. Der Stimmbevölkerung wurde es nun zu teuer: 53,8 Prozent der Stimmberechtigten waren dagegen. Die Stimmbeteiligung betrug 57,19 Prozent.

Ernüchterung bei den Behörden

Stadt- und Gemeinderat hatte die Vorlage zur Annahme empfohlen. Nun nehme man das Resultat "zur Kenntnis", schrieb der Stadtrat am Sonntag. Er sei überzeugt gewesen, mit der Direktverbindung eine langfristige, tragfähige und zukunftsgerichtete Lösung für die Bergbahnen vorgeschlagen zu haben.

Die aktuelle Erschliessung von Brambrüesch erfolgt nur mit Unterbruch. Mit einer moderneren Seilbahn gelangen Reisende bis zur Mittelstation "Känzeli". Danach führt eine weitere, veraltete Seilbahn bis nach Brambrüesch. Die geplante 10er-Gondelbahn hätte die Fahrzeit deutlich verkürzt und eine durchgehende Fahrt ermöglicht. Das ist nun aber erstmals vom Tisch.

Der Verwaltungsrat der Bergbahnen werde nun mit dem Bund die Sachlage prüfen und alles daran setzen, den Betrieb der bestehenden Anlagen weiterführen zu können. Sollte die zweite, veraltete Seilbahn ab dem Känzeli ausfallen, müssten die Bergbahnen das weitere Vorgehen anschauen, teilte die Stadt weiter mit.

Mehr Geld für die Stadtbibliothek

Das Stimmvolk sagte hingegen klar Ja zur Erhöhung des jährlichen Beitrags an die Stadtbibliothek. Dieser steigt nun um 159'500 Franken zur Deckung höherer Kosten. 63,51 Prozent stimmten der Vorlage zu, die Stimmbeteiligung lag bei 56,37 Prozent.

Unabhängig von diesem Entscheid befindet sich ein weiteres Gesuch der Bibliothek um einen Ausbau des Betriebs in Überprüfung. Als Gründe dafür werden ein Mangel an Raum und Personal genannt. Aufgrund des positiven Abstimmungsergebnisses können die Arbeiten an diesem Vorhaben nun vorangetrieben werden.

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