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Keystone-SDA | Mittwoch, 12. August 2026

Kolumbien: Verschütteter Vater rettete Baby in seinen Armen

Ein Baby und dessen Vater sind nach dem schweren Erdbeben im Westen Kolumbiens lebend aus einem eingestürzten Haus gerettet worden.

Der Mann schützte das etwa zwei Monate alte Kind mit seinem Körper, als das fünfstöckige Gebäude kollabierte, wie kolumbianische Medien berichten. Die Details der Rettung am Montag wurden jetzt bekannt.

Zwei Polizisten, die gerade in der Gegend waren, seien auf den Trümmerberg geklettert, berichtete der Sender Caracol. "Wir hörten Weinen und Stöhnen", erzählte einer der Beamten, Ronald García. Es habe auch stark nach Gas gerochen. "Ich bin selbst Vater und habe eine vierjährige Tochter. Ohne gross nachzudenken, haben wir angefangen, zu graben." Anwohner hätten dabei geholfen. Sie hätten schliesslich zu dem Vater und seinem Sohn namens Salomón vordringen können.

Der noch halb vergrabene Mann hielt das Baby fest in seinen Armen, um es zu schützen, wie der Polizist weiter berichtete. "Er bat uns nur, sein Kind nicht sterben zu lassen." Schliesslich konnten beide in ein Krankenhaus gebracht werden. Ihr Zustand sei stabil, heisst es in den Berichten. Die Mutter und deren Bruder seien aber noch unter den Trümmern. "Möge Gott, dass sie am Leben sind", sagte der Polizist. Die Suche geht weiter.

Bei dem Beben der Stärke 7,4 vom Montag sind nach jüngsten Zahlen der Regierung mindestens 181 Menschen getötet und mehr als 2.500 verletzt worden. Allein in Cali, der Hauptstadt des Departments Valle del Cauca, gab es 95 Tote, mehr als 180 Menschen gelten noch als vermisst. Die Stadt hat rund 2,3 Millionen Einwohner.

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