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Keystone-SDA | Sonntag, 15. März 2026

Kommunalwahl in Frankreich läuft - Grossstädte umkämpft

Frankreich ist in die erste Runde der Kommunalwahlen gestartet. Knapp 49 Millionen Menschen im Land waren zu dem Urnengang aufgerufen, bei dem Tausende Gemeindevertreter gewählt werden. Diese bestimmen dann im Anschluss den Bürgermeister oder die Bürgermeisterin.

Um 12.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung landesweit bei 19,37 Prozent. Bei den vorangegangenen Kommunalwahlen, die 2020 allerdings mitten während der Corona-Pandemie organisiert wurden, lag die Beteiligung am Mittag bei 18,38 Prozent. Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte gaben ihre Stimmen im nordfranzösischen Küstenort Le Touquet-Paris-Plage ab.

Ein Jahr vor der nächsten Präsidentschaftswahl, bei der Macron nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten kann, gilt die Abstimmung auch als letzter grosser Stimmungstest. Wo keine absolute Mehrheit erreicht wird, gibt es am kommenden Sonntag (22. März) einen zweiten Wahlgang.

Mit Spannung wird vor allem verfolgt, wie viele Mandate das rechtsnationale Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen einfahren kann, das sich ebenso wie die Partei Renaissance von Staatschef Macron mit lokaler Verankerung schwertut. Bei den Kommunalwahlen 2020 hatten vor allem Frankreichs Grüne punkten können. Sie fürchten nun eine Schlappe.

Grossstadtrathäuser umkämpft

Besonders von den Parteien umkämpft sind die Rathäuser der Grossstädte. In Paris etwa ist die Frage, ob nach zwölfjähriger Führung der Sozialisten die Konservativen die Nachfolge der scheidenden Bürgermeisterin Anne Hidalgo antreten. In Frankreichs zweitgrösster Stadt Marseille sind ebenfalls die Sozialisten am Ruder – bei der Wahl konkurrieren sie mit Linkspartei und rechtem RN.

Bei den Listenwahlen sind die Parteien verpflichtet, gleich viele Männer und Frauen in abwechselnder Reihenfolge als Kandidaten aufzustellen. Neben den im Land wohnenden Französinnen und Franzosen sind auch Einwohner aus EU-Staaten zur Teilnahme an den Kommunalwahlen berechtigt. Rund 36.500 Deutsche haben sich nach Angaben der Regierung für die Wahl registrieren lassen.

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