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Keystone-SDA | Donnerstag, 09. Juli 2026

Kreml kritisiert Trump - aber nur leicht

Der Kreml hat US-Präsident Donald Trump nach dessen Äusserungen auf dem Nato-Gipfel in Ankara eine Fehleinschätzung der Lage im Ukraine-Krieg vorgeworfen.

Trump ziele nicht auf eine Eskalation des Konflikts, bescheinigte ihm Kremlsprecher Dmitri Peskow. "Eher sehen wir einen Irrglauben im Weissen Haus in Bezug darauf, dass man mit Hilfe von Eskalation und militärischem Druck einen Ausweg zu einer friedlichen Lösung erzwingen kann", sagte Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge.

Grundsätzlich Neues hat der Gipfel nach Darstellung Peskows nicht gebracht. "Wir haben keine rosa Brille auf", sagte er. Die USA hätten auch schon vor dem Gipfel die Ukraine militärisch unterstützt.

Trump hatte beim Gipfel der Ukraine überraschend Zusagen zum Nachbau von Flugabwehrraketen für den Patriot-Komplex gemacht und sogar den kürzlich von ihm noch gescholtenen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gelobt. Dieser habe einen "erstaunlichen Job gemacht", sagte Trump.

Dabei bezog er sich konkret auf die Taktik der Ukrainer gegen die russische Invasion, mit Langstreckendrohnen strategische Ziele des Nachbarn anzugreifen. Dies sei zwar eine Eskalation; vielleicht könne aber genau das helfen, Frieden zu erreichen.

Moskau führt seit mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine und versucht mit militärischem Druck territoriale und politische Zugeständnisse Kiews zu erzwingen. Zugleich betont der Kreml stets, dass es zwecklos sei, zu versuchen, mit militärischem Druck Russland Kompromisse abzuringen.

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