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Keystone-SDA | Freitag, 27. März 2026

Kreml: Russlands Wirtschaft will für Ukraine-Krieg spenden

Der von Kremlchef Wladimir Putin befohlene Krieg gegen die Ukraine wird immer teurer - nun sollen sich nach offizieller Darstellung Grossspender aus der Industrie angeboten haben.

Es sei nicht wahr, dass Putin bei einer Sitzung des Unternehmer- und Industriellenverbandes um Geld gebeten habe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Vielmehr sei die Initiative von einem Geschäftsmann ausgegangen.

Der habe damit argumentiert, dass die meisten Unternehmer ihr Geld in den 1990er Jahren mit Hilfe des Staates gemacht hätten. "Und darum halten es viele jetzt für ihre Pflicht, solche Einlagen zu machen", sagte Peskow.

"Das war nicht die Initiative von Präsident Putin, obwohl er sie natürlich begrüsst hat", betonte der Kremlsprecher. Den Namen des angeblich bereitwilligen Spenders nannte er nicht.

Bericht: Putin fordert Geld von Unternehmern für den Krieg

Zuvor hatte das unabhängige Portal "The Bell" berichtet, Putin habe bei der Verbandssitzung hinter verschlossenen Türen erklärt, Russland werde weiterkämpfen und auf jeden Fall die gesamte Donbassregion erobern. Die Unternehmer forderte er demnach zu finanziellen Beiträgen für den Krieg auf. Die Idee stamme von Putins langjährigem Berater Igor Setschin.

Setschin stand vor vielen Jahren hinter der Verfolgung des Oligarchen Michail Chodorkowski und der Zerschlagung von dessen Ölkonzern Yukos. Auf den Trümmern dieses Konzerns wurde der staatliche Ölgigant Rosneft aufgebaut, den Setschin jetzt leitet.

Vor mehr als vier Jahren hatte Putin den Befehl zum Angriff auf die Ukraine gegeben. Seine Kriegsziele hat der Kreml bisher nicht erreicht. Derweil steigen die Kosten für den Krieg. Erst zu Jahresbeginn erhöhte die Regierung für dessen Finanzierung die Mehrwertsteuer. Knapp 40 Prozent der Haushaltsausgaben in Russland fliessen in Militär, Sicherheitsapparat und Rüstung.

Die Wirtschaft kämpft derweil - auch aufgrund westlicher Sanktionen - mit Problemen. Putin musste zuletzt einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts zum Jahresbeginn einräumen.

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