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Keystone-SDA | Freitag, 04. September 2026

Kreml sieht keine Grundlage für Frieden - Besuch aus USA?

Der Kreml sieht vor einem möglichen Besuch der Unterhändler von US-Präsident Donald Trump in Moskau keine Grundlagen für ein Ende des Kriegs in der Ukraine.

"Konkrete Voraussetzungen gibt es bislang nicht", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Die diplomatische Arbeit gehe aber weiter, Kontakte würden fortgesetzt, sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

Inoffiziell: Witkoff und Kushner nach Moskau und Kiew

Auf die Frage, wann der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in Moskau erwartet werden, antwortete Peskow: "Ich werde nichts ankündigen. Wenn diese Kontakte stattfinden, werden wir darüber informieren." Zuvor hatte Tass unter Berufung auf nicht genannte Quellen gemeldet, die US-Unterhändler sollten am Samstag und Sonntag Moskau und Kiew besuchen. Ähnliche Angaben gab es aus der Ukraine.

Eine offizielle Bestätigung stand aber in beiden Ländern und in den USA aus. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Donnerstag von einem Besuch der US-Vermittler "in den nächsten Tagen" gesprochen.

Ukraine-Gespräche lagen auf Eis

Die Geschäftsleute Witkoff und Kushner, beides keine Diplomaten, sind in der Trump-Regierung für die Bemühungen um ein Kriegsende in der Ukraine zuständig. In den vergangenen Monaten lagen die Gespräche allerdings auf Eis, weil Washington sein Augenmerk auf den Krieg gegen den Iran richtete.

Die US-Vermittler haben seit 2025 mehrmals Moskau besucht, sie waren aber noch nie in Kiew. Das spiegelt nicht nur die Tatsache, dass für Trump das Verhältnis zu Kremlchef Wladimir Putin wichtiger als die Beziehung zur Ukraine ist.

Sicherheitsbedenken wegen Kiew?

Es gab Berichte, dass Witkoff die riskante Reise nach Kiew scheue. Auch diesmal schrieb die Online-Zeitung "Kyiv Independent" unter Berufung auf Quellen in der US-Regierung, dass die Reise noch an Sicherheitsbedenken scheitern könnte. Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha sagte bei einer Pressekonferenz, dass "einige Delegationen" ihre Reisen nach Kiew verschoben hätten. Namen nannte er nicht. Gleichzeitig meldete aber das US-Nachrichtenportal "Axios", dass Witkoff und Kushner an diesem Wochenende nach Moskau und erstmals nach Kiew reisen würden.

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