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Keystone-SDA | Freitag, 01. Mai 2026

Kuba: Hunderttausende protestieren gegen US-Embargo

Am Tag der Arbeit haben Hunderttausende Kubaner in der Hauptstadt Havanna gegen das US-Embargo und die Drohungen der Regierung von Präsident Donald Trump gegen die sozialistische Karibikinsel protestiert. An der Kundgebung vor der US-Botschaft nahmen nach Regierungsangaben mehr als 500.000 Menschen teil, darunter auch Präsident Miguel Díaz-Canel und der frühere Staatschef Raúl Castro.

"Unsere Feinde haben alles versucht und ausprobiert. Sie dachten, sie würden uns niedergeschlagen und resigniert vorfinden, doch wir stehen entschlossen und standhaft da, haben den Fuss fest im Steigbügel und kämpfen weiter", sagte Osnay Miguel Colina Rodríguez von der Zentralgewerkschaft der Arbeiter Kubas (CTC) laut einem Bericht der kommunistischen Parteizeitung "Granma".

Díaz-Canel: "Hier hat Angst keinen Platz."

"Gemeinsam und geschlossen fordern wir Frieden und bekräftigen unsere Bereitschaft zum Dialog ohne Vorbedingungen", schrieb Präsident Díaz-Canel auf der Plattform X. "Hier hat Angst keinen Platz." Trump hatte zuletzt mehrfach mit schärferem Vorgehen gegen Kuba gedroht und offen von einer möglichen "Übernahme" gesprochen.

USA weiten Sanktionen gegen Kuba aus

Wenige Stunden nach der Kundgebung in Havanna verschärfte die US-Regierung ihre Sanktionen gegen Kuba. Einer von Präsident Trump unterzeichneten Verfügung zufolge können nun auch Strafmassnahmen gegen Personen oder Institutionen verhängt werden, die den kubanischen Sicherheitsapparat unterstützen oder in Verbindung mit Korruption oder Menschenrechtsverletzungen in Kuba stehen.

Kuba leidet unter der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Verschärft wird die Lage durch massive Energieknappheit, weil die US-Regierung seit Januar eine Ölblockade gegen den Inselstaat verhängt hat. Immer wieder fällt stundenlang der Strom aus, es mangelt an Treibstoff, Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.

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