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Ausland
Keystone-SDA | Freitag, 27. Februar 2026

Kuba: Sprechen mit Washington über Zwischenfall auf See

Nach dem Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzschützern und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellboots haben sich Havanna und Washington nach kubanischen Angaben über den Vorfall ausgetauscht.

"Die US-Behörden haben ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Aufklärung bekundet", sagte der stellvertretende Aussenminister des sozialistischen Inselstaates, Carlos Fernández de Cossio. Gespräche würden unter anderem mit dem US-Aussenministerium und der US-Küstenwache geführt.

Laut dem Innenministerium in Havanna entdeckten Grenzschützer das Boot am Mittwochmorgen (Ortszeit) in kubanischen Territorialgewässern nahe Cayo Falcones. Als eine Einheit der Grenztruppen zur Identifizierung an das Boot herangefahren sei, habe die Besatzung das Feuer eröffnet. Vier der zehn Menschen auf dem Schnellboot wurden getötet, die anderen verletzt. Auch der Kommandant des kubanischen Patrouillenboots wurde verletzt. Alle die Beteiligten sollen den Angaben nach in den USA lebende Kubaner gewesen sein, die terroristische Absichten verfolgten und illegal nach Kuba eindringen wollten.

Munition, Waffen und Nachtsichtgeräte gefunden

Laut dem kubanischen Vize-Aussenminister wurden auf dem Boot Sturmgewehre, Pistolen, Molotowcocktails, Nachtsichtgeräte, kugelsichere Westen, Tarnkleidung, Munition und Kommunikationsgeräte gefunden sowie "Insignien von konterrevolutionären Terrororganisationen".

Die seit der Revolution 1959 unter Fidel Castro bestehenden Spannungen zwischen den USA und Kuba hatten sich in den vergangenen Wochen noch einmal verschärft. Unter US-Präsident Donald Trump üben die Vereinigten Staaten verstärkt Druck auf Kubas kommunistische Regierung aus. Trotz der Spannungen gibt es seit Jahren reguläre Kommunikation zwischen beiden Regierungen in Migrationsfragen und über Angelegenheiten der Küstenwache.

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