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Wirtschaft
Keystone-SDA | Dienstag, 03. März 2026

Kühne+Nagel mit deutlichem Gewinnrückgang

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat im letzten Jahr einen leicht tieferen Umsatz geschrieben und unter dem Strich klar weniger verdient. Für das laufende Jahr zeichnet sich keine rasche Besserung ab.

Der Nettoumsatz nahm im Gesamtjahr um 1 Prozent auf 24,48 Milliarden Franken ab, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Währungsbereinigt hätte allerdings ein Wachstum von 3 Prozent resultiert. Der um die volatilen Frachttarife bereinigte Rohertrag erhöhte sich um 2 Prozent auf 8,80 Milliarden.

Die Profitabilität verschlechterte sich markant: Das Betriebsergebnis (operativer EBIT ohne Einmaleffekte) ging um 17 Prozent auf 1,38 Milliarden Franken zurück, der Reingewinn um ein Viertel auf 925 Millionen. Die so genannte Konversionsmarge, die das Verhältnis von EBIT zum Rohertrag angibt, erreichte 16 nach 19 Prozent. Sie gilt in der Branche als wichtige Kennzahl.

Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen nun eine Dividende von 6,00 Franken pro Aktie erhalten, nachdem es im Vorjahr 8,25 Franken gab.

Viel Gegenwind

Die Kennzahlen lagen grösstenteils im Rahmen der Erwartungen der Analysten, beim EBIT sogar darüber. Denn nach einem guten ersten Halbjahr begann das Geschäft des Logistikkonzerns im zweiten Halbjahr zu schwächeln.

Die Politik von US-Präsident Donald Trump und eine Konsumflaute in einigen Teilen der Welt verursachten einen Margenzerfall. Auf den Weltmeeren wurden wegen der Zölle weniger Waren verschifft, was zu Überkapazitäten führte und in der Folge zu einem Preiszerfall. Das Unternehmen hatte daher im Oktober das Jahresziel für den EBIT deutlich auf "über 1,3 Milliarden" gesenkt, was nun gut erreicht wurde.

Das Management reagierte im Herbst mit einem Sparprogramm. Dieses sei im vierten Quartal zügig umgesetzt worden, heisst es in der Mitteilung. Laut früheren Angaben wurden weltweit 1000 bis 1500 der insgesamt 85'000 Stellen gestrichen. Insgesamt peilt das Unternehmen Einsparungen von über 200 Millionen an.

Im neuen Jahr zeichnet sich keine rasche Besserung ab, wie das Ziel für den EBIT zeigt. Es wird ein Wert zwischen 1,2 und 1,4 Milliarden angepeilt - und somit keine Verbesserung zum letzten Jahr.

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