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Lage in Gaza bleibt angespannt - Toter bei Drohnenangriff
Auch mehr als ein halbes Jahr nach Beginn einer Waffenruhe kommt es im Gazastreifen immer wieder zu tödlichen Vorfällen.
Bei einem israelischen Drohnenangriff in Chan Junis im Süden des Küstenstreifens sei ein Palästinenser getötet worden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden.
Die israelische Armee sprach von einem Angriff auf "Terroristen, die Munition auf eine Weise transportierten, die Truppen bedrohten". Einer davon sei dabei "ausgeschaltet" worden. Am Vortag seien bei einem Vorfall im Norden des Palästinensergebiets am Mittelmeer mehrere bewaffnete Mitglieder der islamistischen Terrororganisation Hamas getötet worden.
Lage in Gaza bleibt instabil
Seit Oktober vergangenen Jahres herrscht offiziell eine Waffenruhe im Gazastreifen. Seitdem sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 780 Palästinenser getötet worden. Israels Armee kontrolliert weiter die Hälfte des Gebiets am Mittelmeer, in dem Rest konnte die Hamas ihre Kontrolle wieder stabilisieren.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte während des zweijährigen Gaza-Kriegs einen "totalen Sieg" über die Hamas versprochen.
Der israelische TV-Sender N12 berichtete, ein an Regierungsvertreter übermittelter Geheimdienstbericht warne, dass die Hamas ihre militärischen und zivilen Strukturen während der Waffenruhe deutlich gestärkt habe. Ohne eine Entwaffnung der Hamas drohe ein Rückfall in den Ausgangszustand. Die Gruppierung lehnt die im Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vorgesehene Niederlegung der Waffen jedoch bislang ab.

















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