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Latam-Chef hält Hoffnung auf sinkende Spritpreise für "lächerlich"
Die Fluggesellschaften müssen sich nach Einschätzung des Chefs von Latam Airlines auf längerfristig hohe Kerosinpreise einstellen. Es wäre "lächerlich", für 2027 auf einen deutlichen Preisrückgang zu hoffen, sagte Roberto Alvo am Dienstag in Brüssel.
"Meiner Meinung nach werden die hohen Treibstoffpreise noch lange anhalten", erklärte der Chef der brasilianischen Fluggesellschaft an einem Forum des internationalen Luftfahrtverbands Iata. Es sei unrealistisch, im kommenden Jahr mit einem Preisrückgang wie im vergangenen Juli zu rechnen.
Allerdings seien nicht alle Fluggesellschaften gleich stark betroffen. Gut aufgestellte Unternehmen mit einer soliden Umsatzbasis könnten die schwierige Phase überstehen und möglicherweise sogar davon profitieren. Andere Airlines, deren Kunden besonders stark auf die Ticketpreise achteten, hätten dagegen teilweise bereits ihre finanziellen Reserven aufgebraucht, sagte er.
Die hohen Treibstoffpreise haben bereits mehrere Fluggesellschaften in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Die lettische Air Baltic beantragte im September in den USA Gläubigerschutz. Die norwegische Billigfluggesellschaft Norse Atlantic hat ihr Flugangebot deutlich reduziert und prüft einen Verkauf oder eine Fusion. Bereits im Mai hatte der US-Billigflieger Spirit Airlines seinen Betrieb eingestellt. Branchenvertreter warnen vor weiteren Pleiten im bevorstehenden Winter.
Latam Airlines selbst verzeichnete in den ersten neun Monaten 2026 ein Verkehrswachstum von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, gemessen an den zurückgelegten Passagierkilometern.

















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