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Keystone-SDA | Dienstag, 26. Mai 2026

Laut Umfrage nutzen Besserverdienende Vergleichsportale häufiger

In der Schweiz nutzen Personen mit hohem Einkommen und hoher Bildung Vergleichsportale deutlich häufiger als Menschen mit geringerem Einkommen. Dies hat eine repräsentative Umfrage des Online-Vergleichsdienstes Comparis ergeben.

Dreiviertel der Haushalte mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 8000 Franken nutzen Vergleichsportale wie Comparis oder Booking.com regelmässig. Das teilte der Online-Vergleichsdienst Comparis am Dienstag mit. Bei Haushalten mit bis zu 4000 Franken Einkommen sind es noch die Hälfte.

Ein ähnliches Bild zeigte sich beim Bildungsniveau. Dreiviertel der Personen mit einem hohen Bildungsabschluss nutzten Vergleichsportale, bei Personen mit tiefem oder mittlerem Abschluss waren knapp sechzig Prozent.

"So drohen ausgerechnet die Haushalte finanziell abgehängt zu werden, die eine Entlastung am dringendsten nötig hätten", wurde Comparis-Finanzexperte Michael Kuhn in der Mitteilung zitiert.

Als einen möglichen Grund für die ungleiche Nutzung nannte die Studie das geringere Vertrauen von Personen mit tieferem Einkommen in die Portale. Zudem würde auf den Übersichtsseiten oft digitale Kompetenz und ein überdurchschnittliches Zahlenverständnis vorausgesetzt, so Kuhn.

Ferien führen viele auf Vergleichsportale

Am häufigsten wurden die Dienste in den letzten zwölf Monaten für Ferienangebote (52 Prozent) und Krankenkassen (37 Prozent) genutzt. Danach folgten die Immobiliensuche (28 Prozent), Preisvergleiche für Konsumgüter (27 Prozent) und die Fahrzeugsuche (24 Prozent).

Comparis ist mit gut sechzig Prozent das Portal, welches am meisten genutzt wird. Darauf folgen die Vergleichsdienste Booking.com (56 Prozent), Immoscout24 (42 Prozent), Homegate (36 Prozent) und Autoscout24 (36 Prozent).

Die Umfrage wurde vom Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von comparis.ch April 2026 bei 1031 Personen in der Schweiz durchgeführt.

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